Τρίτη, 5 Φεβρουαρίου 2013

Μακεδονικό Ζήτημα: Η ιστοριογραφία και η χαρτογραφία του Μακεδονικού ζητήματος. Historiographie und Kartographie der Makedonischen Frage

Berliner Kongress  (1878) 
Ελληνικό κείμενο

Vasilis K. Gounaris
του Βασίλη Κ. Γούναρη Καθηγητή του ΑΠΘ στον Τομέα Νεότερης και Σύγχρονης Ιστορίας, Λαογραφίας και Kοινωνικής Ανθρωπολογίας
                                                                                  (οι φωτογραφίες  επιλογές Yauna)
1.  Der Anspruch auf das osmanische Erbe in Europa

Ab dem Zeitpunkt, als das Wort „Hellas“ als der geeignetste Name für den modernen Staat der Griechen (Romii) befunden wurde, war die Makedonische Frage, zumindest in der Theorie, entschieden. Die historische Geographie siedelte – nach dem bekannten Strabon-Zitat – das Land Alexanders innerhalb Griechenlands an, doch in der Realität beschäftigte die Angelegenheit die Griechen nicht direkt.


Ihre Ambitionen auf Gebietserwerb reichten schwerlich weiter als bis zum Olymp. Mindestens bis zur Mitte des 19. Jh. hatte die Auseinandersetzung mit dem Problem der Identität der Makedonier mangels an dem geographischen Raum interessierter Nebenbuhler wenig Sinn und Bedeutung. Das historische Wissen über ihre Entwicklung während des Mittelalters war vage.

Der Gebrauch einer fremden Sprache überraschte niemanden, und das Bekenntnis zum gemeinsamen orthodoxen Glauben war eine zwar notwendige, aber jedenfalls völlig hinreichende Bedingung, um sich in die griechische
Nation einzugliedern.1

Wenn Überlegungen über Makedonien und seine Einwohner angestellt wurden, muss man sie eindeutig im slawischen Raum lokalisieren, und zwar im Rahmen der bulgarischen Nationalen Wiedergeburt und ihrer Beziehung einerseits zu Russland und andererseits zu Serbien. Vor der Gründung des griechischen Staates im Jahr 1822 bezog der herausragende serbische Philologe und Ethnograph Vouk Karadjic in eine Publikation slawische Volkslieder aus Razlog ein und bezeichnete sie als bulgarisch. 1829 klassifizierte seinerseits der Ukrainer Yuri Venelin in seiner Studie Die alten und neueren Bulgaren und ihre politischen, ethnographischen, historischen und religiösen Beziehungen zu Russland die Einwohner Makedoniens als Bulgaren. 1842 präsentierte der tschechische Geograph P. G. Shafarik, der in Novi Sad lebte, aber nie den Südbalkan bereist hat, seine ethnographische Karte, Produkt zwanzigjähriger Arbeit, auf der die Bulgaren ein gewaltig großes Gebiet von der Dobrutscha bis Ohrid und Thessaloniki einnehmen.2

Etwas später (1844–45) besuchte der Professor der Universität Kazan Victor Grigorovic Nordmakedonien, lange bevor die „Große Idee“ – die gerade eben erst im griechischen Parlament geboren wurde – dieses Gebiet erreichte.

Sein Kontakt zu Dimitar Miladinov in Ohrid war entscheidend für  die Beschäftigung des Letztgenannten sowie seines Bruders Konstantin mit dem Sammeln slawischer Volkslieder.
 Die Sammlung wurde 1861 unter dem Titel Bulgarische Volkslieder mit der finanziellen Unterstützung des katholischen Bischofs und berühmten Verfechters der südslawischen Idee Strossmayer herausgegeben – zu einer Zeit, als diese Idee die Bulgaren nicht ausschloss.

 Nur ein Jahr früher (1860) war übrigens in Belgrad ein ähnliches Werk von Stefan Verkovic, dem Gesandten des serbischen Staates in Serres, Volkslieder der Makedono-Bulgaren Makedoniens, erschienen. 1867  folgte die Einreichung des berühmt-berüchtigten „Liedes des Orpheus“ durch  denselben  bei  der  Ethnographischen  Ausstellung  in  Moskau,  1868  seine  Studie
Beschreibung des Lebens der Makedono-Bulgaren und 1874 die Herausgabe der Veda Slave, des bekannten aus 250.000 Versen bestehenden gefälschten pomakischen Epos, auf Französisch.

Der Aufstieg des russischen Panslawismus am Ende der Sechzigerjahre des neunzehnten Jahrhunderts3 machte eindeutig klar, dass Verkovics probulgarische Arbeit Belgrad wenig dienlich war. Dieses stellte einen neuen Zyklus an Forschungsarbeiten und Theorien mit dem Slawistikprofessor Milos Milojevic als Protagonisten auf die Beine.
 Indem er den Weg beschritt, den Verkovic für die Eroberung des antiken Thrakien bereitet hatte, bemühte sich Milojevic, die Makedonier von den Bulgaren zu trennen und mit dem antiken Makedonien und Alexander dem Großen in Beziehung zu setzen, dem stärksten Symbol, das aus der Antike überlebt hatte.

Besonders für die Gründung des Bulgarischen Exarchats war diese Trennung eine unumgängliche Notwendigkeit

Ab Beginn der Siebzigerjahre des neunzehnten Jahrhunderts konnte man jedenfalls deutlich erkennen, dass die Bemühungen zur Aufzeichnung der makedonischen Geschichte und der slawomakedonischen Sprache sowie zur Eingliederung beider in den noch wenig ausgeformten Rahmen entweder der serbischen oder der bulgarischen Philologie zu Unstimmigkeiten und Überlegungen lokalistischen Charakters führten.4

Diese Überlegungen blieben jedoch nicht auf die Slawen beschränkt. Nach dem Krimkrieg machte sich der Westen ebenso viele Gedanken über die Zukunft des europäischen Erbes des großen „kranken Mannes“, von dem Makedonien einen großen Teil ausmachte.

 Es war ein Gebiet reich an Rohstoffen, Getreide und Baumwolle – Produkten, die sich während der Kriegskrisen (1853–56, 1861–65 und 1877–78) für die westlichen Märkte als wertvoll erwiesen hatten. 
Ein typisches Zeichen dafür war die Expedition des französischen Forschers Guillaum Lejean im Auftrag seiner Regierung, die zur Publikation einer ethnographischen Karte der europäischen Türkei im Jahr 1861 führte.5 Makedonien wurde also durch die Texte der Reisenden einer neuen Generation von neuem entdeckt.
Darunter waren Mary Walker6 und der österreichische Diplomat und Ethnograph Georg von Hahn7, Georgina Mackenzie und Adelina Irby8, Lady Blunt9, die Gattin des Diplomaten Sir John Blunt, der Archäologe Leon Heuzey10, Mitglied der Französischen Archäologischen Schule von Athen, der Oberstleutnant James Baker11, der Makedonien 1874 durchquerte, Valentine Chirol12, Korrespondent der Zeitung Levant Herald im Jahr 1880, aber auch der sehr produktive Leon Hugonnet13, der 1886 sein Buch über die „unbekannte Türkei“ veröffentlichte, in das er auch Makedonien miteinbezog.
Diese Texte können bei weitem nicht als wissenschaftliche Abfassungen oder zumindest als unparteiische Beschreibungen bezeichnet werden.
Es ist zum Beispiel bekannt, dass die Damen Mackenzie und Irby sehr stark durch den Revolutionär Georgi Rakovski beeinflusst worden waren, und so fanden sie in Makedonien ein einziges riesiges Bulgarien, das nicht nur seine ganze slawischsprachige Bevölkerung umfasste, sondern sogar Thessaloniki selbst.
Im Allgemeinen war jedenfalls die Betonung des slawischen Charakters Makedoniens, belegt durch die Sprache, eine nützliche Hypothek für bulgarische Rechtsansprüche, und zwar wegen der besonderen Sympathie, deren sich die bulgarische Sache auf gesamteuropäischer Ebene bald erfreuen sollte.14 Sie bildete außerdem sie Basis, auf die sich ein bedeutender Teil der späteren Kartenproduktion gründen sollte.


In Griechenland war die Forschung über und das Interesse an Makedonien anfangs fast eine private Angelegenheit für den Aromunisch sprechenden Margaritis Dimitsas aus Ohrid, der seinen Dienst als Schulleiter in Monastiri/Bitola, Thessaloniki und schließlich Athen versah. 

Nachdem er über seine frühen Ansichten über den „Hellenomakedonismus“ und seine Ambitionen, die Geschichte der „makedonischen Nation“ zu schreiben15, hinweggekommen war und mit dem Versuch einer Sprachreinigung Makedoniens einen Misserfolg erlebt hatte, widmete er sich schließlich mit mehr Erfolg der Reinigung der griechischen Vergangenheit von den Slawen.16 Anfangs hatte er jedoch nicht viele Mitstreiter. Zu den wenigen Griechen, die sich bis zur Ostkrise ernsthaft mit Makedonien und der Neugestaltung der Grenzen von
1878 beschäftigten, gehören im Prinzip Paparrigopoulos17, der 1865 bereits den zweiten Band seines großen Geschichtswerks vollendet hatte, wo wir auch die Kapitel über das antike Makedonien finden, und Ioannis G. Vasmatzidis, der Autor der ethnographischen Dissertation Makedonien und die Makedonien vor der Ankunft der Dorier  (München 1867). All diese
Autoren waren extrem auf die Antike fixiert.


Graecia cum insulis
 et oris maris Aegaei,
 Henrico Kiepert.


Nach der Gründung des Bulgarischen Exarchats (1870) und seiner Trennung vom Ökumenischen Patriarchat (1872) stieg das Interesse an der Herausgabe relevanter Texte. Die Athener Zeitungen (sowie die griechischen in Konstantinopel) wurden buchstäblich überschwemmt von Hilferufen sowohl aus Ostrumelien als auch aus Makedonien, wo das Exarchat begonnen hatte, an Einfluss zu gewinnen. Doch trotz des erregten Aufsehens war es zu spät, um die wissenschaftlichen Lücken zu schließen, was die ethnographische Zusammensetzung des neueren Makedonien betraf. Bei der Konferenz in Konstantinopel im Dezember 1876 wurde auf den Vorschlag des Grafen Ignatief die (1876) neu gedruckte ethnographische Karte des Deutschen Heinrich Kiepert höchstwahrscheinlich in Kombination mit Daten von Verkovic verwendet.18


  Wie man sehen konnte, waren die auf die Antike bezogenen griechischen Argumente nicht ausreichend, daher unternahm Athen systematische Schritte, die die Herstellung dreier progriechischer Karten zum Ergebnis hatten, nämlich der von Edward Stanford, A. Synvet und F. Bianconi.
Ethnological map of Balkans in 1877.Edward Stanford, 


Ersterer hatte sich auf Daten gestützt, die der „Verein   zur   Verbreitung   der   griechischen   Bildung“   durch   Ioannis   Gennadios,   den griechischen Geschäftsträger in London, an den englischen Geographen weitergeleitet hatte. Dieselben Daten wurden Kiepert von Paparrigopoulos höchstpersönlich unterbreitet, der ihn bat, die Publikation von 1876 teilweise zu revidieren, und dies auch erreichte. Die zweite Karte wurde von Α. Synvet, Professor der Geographie am Osmanischen Lyzeum in Konstantinopel, mit Hilfe von Daten des Ökumenischen Patriarchats hergestellt.


Bianconi Macedoine


Bianconi, ein französischer Ingenieur der osmanischen Eisenbahnen, stützte sich mit seiner Karte auf die osmanischen Steuerkataster.
 Die häufige Erwähnung der Nichtmoslems als „Romii“ und die Gleichsetzung aller „Romii“ mit Griechen begünstigte Athen in unglaublichem Maße. 

Im Grunde wurden auf allen drei Karten die dem Patriarchen untertanen Slawischsprachigen und Aromunischsprachigen als Griechen klassifiziert.19 Daher wurden sie auch auf dem Berliner Kongress  (1878)  vorgelegt.


Ethnologische Karte der Europaischen Turkei
Carl Sax

Zusätzlich  vorgelegt  wurde  die  Karte  von  Karl  Sax,  einem früheren österreichischen Konsul in Edirne.

 Gestützt auf ihm zur Verfügung stehende diplomatische Quellen beschränkte Sax die Vormachtstellung der Bulgaren in Makedonien, indem er zwischen Serbobulgaren (nördlich von Niš) sowie Anhängern des Exarchats, dem Patriarchen Untertanen, Unitariern und muslimischen Bulgaren (Pomaken) unterschied.



Im Rahmen der Erneuerung des Interesses Athens an Makedonien nach der Gründung der   Fürstentümer   von   Bulgarien   und   Rumelien   offenbarten   zwei   der   fähigsten „Zeitungsschreiber“ der Zeit ihre Gedanken ausführlicher: der damalige Parlamentsabgeordnete Athanasios Papalouka Eftaxias, Autor der Studie To ergon tou ellinismou en Makedonia [Das  Werk des  Griechentums in  Makedonien] (1880)  und  der  Herausgeber der  Zeitung Sphära, Ioannis Kalostypis, der sein Werk Makedonia, itoi meleti oikonomologiki, geografiki, istoriki kai ethnologiki [Makedonien, wirtschaftswissenschaftliche, geographische, historische und ethnologische Studie] (1886) veröffentlichte. Beide hatten in den Siebzigerjahren des neunzehnten Jahrhunderts in Makedonien gelebt und ihren Dienst versehen und hofften auf seine Vereinigung mit Griechenland als Griechenlands Befreiung aus seiner erstickenden territorialen, wirtschaftlichen, aber auch ideologischen Enge. Beide definierten Makedonien geographisch im weitestmöglichen Sinne, und dies lässt sich leicht erklären. Die Untersuchung von Kalostypis, die er dem jugendlichen Thronfolger Konstantinos gewidmet hatte, war im Grunde die Antwort auf die Publikation des Atanas Shopov, des Sekretärs des Bulgarischen Exarchats in Konstantinopel, der mit dem Pseudonym Ofeikov das Problem der bulgarischen Grenzen von San Stefano wieder aufwarf.20


Der Anschluss von Ostrumelien hatte die Sorgen aller auf die schlimmstmögliche Weise bestätigt. 

Nikolaos Schinas, Offizier und Ingenieur mit französischer Bildung, unternahm es, vor Ort Beobachtungen anzustellen, und gab die durch die vielen Details eindrucksvolle dreibändige Publikation Odoiporikai simeioseis Makedonias, Epeirou, neas orothetikis grammis kai Thessalias [Wandernotizen aus Makedonien, Epirus, von der neuen Grenzlinie und aus Thessalien] (Athen 1887) heraus.


Zehn Jahre früher wären seine Informationen von extrem großer Bedeutung gewesen. Doch Untersuchungen dieser Art waren nicht mehr die geeignete Methode, um zu neutralisieren, was „Publizisten, Tabellenmacher und Journalisten“ schrieben, denen Kalostypis – zu Recht – vorwarf, aus zweifelhaften Quellen zu schöpfen.

Tatsächlich bewegte sich nach der Autonomie das bulgarische wissenschaftliche Interesse an Makedonien auf zwei Ebenen. Innerhalb des Fürstentums entwickelte die starke in Vereinen organisierte makedonische Lobby diverse Druckwerke, die ihre Forderung nach entscheidenden Schritten in Makedonien darlegte. 1880 schlug die Zeitung Makedonets des Herausgebers Ν. Zifkov aus Ruse ganz offen die Lieferung von Waffen vor. In derselben Stadt wurde 1888 die Zeitung Makedonja von Kosta Sachov herausgegeben, dessen Ideen als die ideologische Basis für die Gründung der Inneren Makedonischen Revolutionären Organisation gelten.

Die Zeitung Loza veröffentlichte 1891 in Sofia eine Gruppe junger Leute, die die Neubelebung des slawomakedonischen Dialekts und ein „Erwachen“ der Makedonier wünschten
1893 folgte die Yugozapadna  Bulgaria [Südwestbulgarien], und im selben Jahr gab Sachov, statt der wegen osmanischer Proteste verbotenen Makedonja, die „Makedonische Stimme“ heraus (Makedonski Glas), die die Gründung einer Organisation forderte, die die makedonische Sache übernehmen sollte.
 Das war nur wenige Tage vor der Gründung der Inneren   Makedonischen   Revolutionären   Organisation   in   Thessaloniki.   
Doch   auch   die bulgarische Regierung sah nicht tatenlos zu.
 Zur selben Zeit beauftragte das Heeresministerium Giortse Petrov, einen zukünftigen Anführer der IMRO, in Makedonien Material zu sammeln. 
Dieses wurde 1896 auch publiziert, während Petrov mit einem staatlichen Stipendium belohnt wurde, mit dem er in Europa – was sonst? – Kartographie studieren sollte.21

Die zweite Interessensebene stellte für die Bulgaren Europa dar. Sofort nach der Autonomie war der in England ausgebildete Wirtschaftswissenschaftler und spätere Politiker Ivan Gesov, bereits regelmäßiger Korrespondent der Times und der Daily News, herumgereist und hatte in Frankreich und Großbritannien einen erfolgreichen Propagandafeldzug unternommen. Für die nächsten Jahrzehnte war die europäische Presse in einem Maße probulgarisch, dass sie bei den Griechen kontinuierlich Verwunderung und Wut hervorrief.22
Es ging jedoch nicht nur um Propaganda. Die Bulgaren und in der Folge auch die Serben sorgten rechtzeitig dafür, ihre Ansichten in europäischen Sprachen drucken zu lassen. Umso besser für Sofia, wenn europäische Wissenschaftler zum Sprachrohr dieser Ansichten wurden. In dieser Bemühung konnten sie gelegentlich auch das Interesse der Katholischen Kirche für den Balkan zum Mitstreiter gewinnen.23

Dennoch waren die Bulgaren nicht mehr die Einzigen, die einen ernsthaften Anspruch auf Makedonien erhoben. 

Das Erscheinen des Buches und der Karte von Gopcevic (1889), einem Spitzendiplomaten, aber auch bekannten Wissenschaftler, rückte die extremen Ansichten Milojevics, nämlich dass in Makedonien südlich der Gebirgskette Sar eine große Anzahl Serben leben sollte, wieder ins Rampenlicht. Gopcevic zufolge handelte es sich um eine Bevölkerung, die nur aus mangelhafter Kenntnis der slawischen Sprachen und der Folklore als Bulgaren betrachtet worden war. Es war jedoch kein Zufall, dass diese ethnographischen Kriterien identisch waren mit den Grenzen des mittelalterlichen serbischen Staates, wie man in den nächsten Jahren auch aus anderen Karten ersehen konnte.24

 Es erstaunt auch nicht, dass der Streit zwischen Bulgaren und Serben um die Identität der makedonischen  Slawen  bereits  auf   beiden  Seiten  ihre  epistemologische  Abgrenzung förderte.25

Ohne Zweifel wurde das von Bulgaren und Serben vorgebrachte sprachliche Argument überall am leichtesten verstanden und akzeptiert. 

Nach der Ostkrise bemühte sich die griechische Seite, die sehen musste, dass sie auf sprachlicher Ebene eindeutig im Hintertreffen war, eine Ablehnung des Exarchats in Kombination mit dem teilweisen Gebrauch der griechischen Sprache als Anzeichen für eine „hellenisierende“ Haltung verschiedener Bevölkerungsgruppen ins Treffen zu führen.

Dieses Argument erlaubte die Beibehaltung der griechischen Interessen nördlich der griechischsprachigen Zone, und zwar an der in den Siebzigerjahren des 19. Jh. fast einheitlich-kompakten bulgarischsprachigen Mittelzone, doch es war keine einfache Sache, Belege für das Argument zu bringen, und noch schwieriger war seine wirkungsvolle Präsentation auf internationaler Ebene. Einfacher war für die griechische Seite die Darstellung der Sphäre ihres bildungsmäßigen Einflusses im makedonischen Raum.

Diese  versuchte  im  Prinzip  der  ehemalige  Lehrer  für  Griechen  im  Ausland  Georgios Chasiotis, langjähriger Sekretär des „Philologischen Vereins von Konstantinopel“, in seiner Studie L’ instruction publique chez les Grecs (Paris 1881), die von einer entsprechenden Karte begleitet wurde. Ihm folgte mit vergleichbaren Argumenten Kleanthis Nikolaidis nach, ein Journalist mit Wohnsitz in Berlin und Herausgeber der Zeitschrift Orientalische Korrespondenz.
Die Karte zu seinem eigenen Buch La Macedoine: La Question Macedonienne dans l' Antiquate, au Moyen-Age et dans la politique actuelle (Berlin 1899), veröffentlicht auch auf Deutsch, bildete die Häufigkeit der Verwendung der verschiedenen Sprachen als Kommunikationsmittel ab. Selbstverständlich dominierte die griechische Sprache. Es ist auch beeindruckend, dass Nikolaidis, während er Gopcevics Ansicht von der geographischen Ausdehnung Altserbiens südlich der Gebirgskette Sar nicht akzeptierte, dennoch die Nordgrenze des sprachlichen Einflusses der Serben auf der Höhe von Krusovo zog.26 Die Überlegenheit der griechischen Ausbildung zeigten auch die zeitgenössischen Karten von Richard von Μach (1899), dem Autor der Studie Die Makedonische Frage (Wien 1895), auf.

Nun lag es an den Bulgaren, darauf zu erwidern, und diese Aufgabe wurde Vasil
Kunchev, Schulinspektor für die bulgarischen Schulen in Makedonien, übertragen.
Im Jahr
1900 veröffentlichte er in Sofia sein Werk Makedonija: Ethografija i Statistika mit detaillierten Tabellen zu den demographischen Daten jedes einzelnen Dorfes sowie einer ethnographischen Karte. Fast zur selben Zeit (1901) wurde vom Institut für Kartographie in Sofia die Karte des Bulgarischen Exarchats mit ähnlichem Material herausgegeben.27 Beide Werke erlebten während der darauf folgenden Jahre diverse Neuauflagen.

 Doch ihr gemeinsames   Merkmal   war   das   hartnäckige   Bestehen   auf   dem   geographischen   Begriff „Makedonien“, an dessen Gesamtheit Bulgarien Interesse hatte – im Gegensatz zu den griechischen und serbischen Karten, die versuchten, die eigenen Einflusssphären wiederzugeben.

 Dasselbe Interesse an Makedonien als geographischem Ganzen legten natürlich auch die nunmehr organisierten slawomakedonischen Autonomisten an den Tag.

Im Jahr 1903 publizierte Krste Misirkov, ein in Serbien ausgebildeter Lehrer, in Sofia sein Werk Za Makedonskite Raboti  [Makedonische Angelegenheiten].28
 Welch Ironie –  während dieses Buch zum Evangelium des makedonischen Separatismus avancierte und in Bulgarien verboten wurde, arbeitete Misirkov selbst 15 Jahre später am Ethnographischen Museum in Sofia und favorisierte ein Großbulgarien.

Doch die Zeit des wissenschaftlichen Interesses an Makedonien ging ihrem Ende zu. Die beginnende Aktivität der so genannten Befreiungskomitees (1895–96), der GriechischTürkische Krieg und die damit verbundene Partisanentätigkeit (1896–7), die Entführung der Ellen Stone, der Ilinden-Aufstand im Sommer 1903 und natürlich die ersten Gewalttaten im Makedonischen Freiheitskampf leiteten für die internationale Literatur eine neue Phase ein.

Ihr wichtigstes Merkmal war das starke journalistische Interesse, das Improvisieren bei der Analyse der Tatsachen und die systematische Bemühung Athens und Sofias, jeweils für sich selbst daraus Kapital zu schlagen. Im Jahr 1897 publizierte Victor Berard, Gräzist und Archäologe, aus der Bemühung heraus, die Grenzen des Griechentums auszuforschen, seine Studie La Macedoine, ohne darin unbedingt die griechischen Ziele zu unterstützen. Er war der Erste, der erkannte, dass die griechische Identität in Griechenland eine Sache der freien  Entscheidung und nicht von Kriterien war. Im Jahr darauf sprach sich Alber G. HulmeBeaman, ehemaliger Korrespondent des Standard, in seinem Buch Twenty Years in the Near East für die bulgarische Identität der Slawen Makedoniens aus, obwohl sie ihm zufolge nicht so „echt“ waren wie die in Bulgarien und Rumelien. Frederick Moore29, der amerikanische Korrespondent des Daily Express, beobachtet im Jahr 1903 das seltsame Phänomen, dass die drei Kinder ein und derselben Familie sich für verschiedene Nationalparteien entschieden. Der Schotte John Foster Frazer, Sonderkorrespondent an vielen exotischen Orten, stellte und beantwortete die rhetorische Frage:

But who are the Macedonians? You will find Bulgarians and Turks who call themselves Macedonian, you find Greek Macedonians, there are  Servian Macedonians,  and  it  is  possible  to  find  Roumanian  Macedonians.  You  will  not however find a single Christian Macedonian who is not a Servian, a Bulgarian, a Greek or a Roumanian".30

Doch der berühmte britische Diplomat Sir Charles Eliot war anderer Ansicht, obwohl er wusste, dass die von ihm verwendeten Begriffe eher nicht so glücklich gewählt waren:

Though Bulgarians have become completely Slavised and can difficulty be distinguished as body from the Servians yet the faces of the Macedonian   peasantry have a look which is not European, and recalls the Finns of the Volga and the hordes of the Steppes.31


Andererseits zog Allen Upward32, bekannt für seine Sympathie für die Griechen, den Schluss, sein slawischsprachiger Gastgeber sei Grieche, indem er nur nach dessen herzlicher Gastfreundschaft  urteilte.  Upwards  Begleiter  in  Makedonien  war  vom  griechischen Außenministerium bestimmt worden.
Dasselbe geschah auch beim Besuch von Michel Paillares33  beim Corps von Konstantinos Masarakis, während William Le Quex34, der 1905 in eine bulgarische „Tscheta“ eintrat, anders als die beiden eben Genannten natürlich zu dem umgekehrten Schluss kam. Auch der abenteuerliebende amerikanische Journalist Albert Sonneschen35  lebte mit den Komitatschis und verherrlichte ihren Kampf in Zentralmakedonien, doch der Brite Martin Wills36, Beamter des osmanischen Tabakmonopols, den die Komitatschis entführten und ihm gar das Ohr abschnitten, entwickelte nicht dieselbe Begeisterung für ihre Ziele.
Ähnlich gegensätzlich waren – abhängig von den jeweiligen Informanten oder Geldgebern – die von Abbott37, Booth38, Knight39, Wyon40, Lynch41, Durham42, Kanh43, Berard44   oder  Amfiteatrov45   geäußerten  Ansichten.  Der  Letztgenannte  beispielsweise,  ein liberaler russischer Journalist, Korrespondent verschiedener Zeitungen seiner Heimat, sprach sich für die Unterscheidung der Slawomakedonen von den Bulgaren und Serben aus.46

Die politischen Analysen, die als Artikel in internationalen Zeitschriften47 oder Monographien48  erschienen, zeugen ebenfalls von  einer problematischen Voreingenommenheit, aber dennoch lassen sich im Allgemeinen bestimmte Tendenzen erkennen. Besonders nach Ilinden zögerten die Europäer nicht, die türkische Politik zu tadeln, um das eigene diplomatische Eingreifen zu rechtfertigen – genauso aber auch die griechische bewaffnete Einmischung, um den sich abzeichnenden Misserfolg ihres Eingreifens zu rechtfertigen.

Der Fall Makedoniens war offenkundig ähnlich gelagert wie der Bulgariens im Jahr 1876, und es war nur logisch, dass man denselben Ausgang erwartete, nämlich die Autonomie der Bulgaren von Makedonien, doch ohne dass zwangsläufig eine Kriegskrise ähnlich wie 1876–78 vorhergehen musste. Wegen der Bündnisse und deren Bewaffnung wäre so etwas fatal gewesen für den internationalen Frieden.
Zu Entscheidungen in diese Richtung, nämlich die der Autonomie, drängte sie auch Sofia systematisch und kommunizierte seinen Wunsch anlässlich jedes Kontakts zu Korrespondenten oder Politikern.49

Für die Autonomie schriebenauch die slawomakedonischen Autonomisten der Inneren Makedonischen Revolutionären Organisation und übten Druck aus, indem sie die Autonomieforderung zu einer allgemeinen Forderung und den Unterschied ihrer Auffassung zu der der bulgarischen Regierung nicht klar werden ließen. 
Bereits 1900 hatte A. Brutus, das heißt Anton Drandar aus Velesa, in Brüssel sein Buch A propos d' un mouvement en Macedoine veröffentlicht. Diese Idee ließ sich in Europa dank verschiedener Zeitungen wie der Schweizer L’Effort und der französischen Le movement macedonienne, in denen prominente bulgarische Journalisten wie der spätere Diplomat Simeon Radef von Sofia finanzierte Artikel schrieben, immer häufiger vernehmen – besonders nach Ilinden.50 In der gleichen Zeit besuchten Boris Sarafov, ein ehemaliger Offizier des bulgarischen Heeres, Bozidar Tatarchev, Ortsvorsteher von Resna, und die Professoren Liubomir Miletich und Ivan Georgov neben anderen europäischen Ländern auch Großbritannien und hielten vom Balkankomitee der Brüder Buxton organisierte Vorträge.51

The Bulgarians are more English in their manners than the Greeks and to this fact I attribute part of their popularity in England”, schrieb Upward52. Das Balkankomitee trug auch zur Schaffung einer nicht zu unterschätzenden probulgarischen Literatur bei, deren beste Beispiele die Schriften der liberalen Brüder Noel und Charles Buxton53, von Henry Νoel Brailsford54,  dem  Korrespondenten  des  Manchester   Guardian   und   Vorsitzenden  des britischen Komitees für die Opfer von Ilinden, sowie dem Abgeordneten David Marshall Mason55, Mitglied der National Liberal Federation, darstellten.
Teil dieser Produktion waren auch Fotos von Verbrechen an Bulgaren.56
Als Teil derselben bulgarischen Aufklärungskampagne muss man die Bücher von Sarafoff57, Atanas Schopoff58 – der der bulgarischen Regierung 4.000 Franken kostete –, D. Michev59, dem Generalsekretär des Bulgarischen Exarchats, der unter dem Pseudonym „Brancoff“ Statistiken und eine Karte herausgab, Petar Danilovich Draganoff60, dem russischen Slawisten bulgarischer Abstammung und ehemaligem Lehrer an der bulgarischen Schule von Thessaloniki, und I. Voinov61 sehen. Noch 1912 bereiste ein Komitee für bulgarische Flüchtlinge aus Makedonien Europa unter dem Vorsitz des Professors Liubomir Miletich und versuchte, die französische Presse zu beeinflussen.

Im Vergleich dazu war die serbische Präsenz in Europa praktisch nicht vorhanden. Sie umfasste die Untersuchung von Milos Milojevitch La Turquie d' Europe et le problem de la Macedoine et la Vielle Serbie, die 1905 in Paris erschien, einen Artikel des Diplomaten Ceda Mijatovitch in der Zeitschrift Fortnightly Review im Jahr 1907 und vor allem die Untersuchung des Ethnographen und Geographen Jovan Cvijic Remarks on the ethnography of the Macedonian Slavs, die 1906 auf Französisch, Englisch und Russisch erschien und für die unterschiedliche Identität der Slawomakedonen im Vergleich zu Bulgaren und Serben, doch auch ihre Verwandtschaft eher mit Zweiteren, argumentierte. Sein Buch, das 1912 neu aufgelegt wurde, übte besonders im angelsächsischen Raum großen Einfluss aus.
Seine Schreibart zeigte, dass sich der Autor von keiner nationalistischen Ideologie mitreißen ließ, obwohl er zu dem Schluss gelangte, dass sich die noch nicht ausgeformte slawische Bevölkerungsmasse in Makedonien von den Serben leichter und sogar vollkommen assimilieren ließ. Die Richtigkeit seiner Ansicht wurde nie bewiesen, doch das Argument zugunsten einer dritten slawischen Bevölkerungsgruppe in Makedonien mit als solcher erkennbarer oder noch nicht ausgeformter Identität, das 1913 durch den entsprechenden sprachwissenschaftlichen Beitrag von Aleksandar Belic ergänzt wurde, stand zumindest in der Theorie mit einem bedeutenden Teil der bulgarischen Theorien vollkommen im Einklang.62

Der Gegenangriff griechischer Schriften in Europa war, gemessen am in Athen herrschenden Enthusiasmus und den auf den Schlachtfeldern in Makedonien unternommenen großen Bemühungen, von unverhältnismäßig geringem Ausmaß. Neoklis Kasasis, Professor für Recht und Politische Ökonomie, Rektor der Universität Athen, (1902–3), Gründer der Gesellschaft „Ellinismos“ („Griechentum“) (1894) und bedeutender öffentlicher Redner, veröffentlichte die Bücher L’ Hellenism et la Macedoine (1903) und Greeks and Bulgarians in the Nineteenth and Twentieth Centuries (1907).
Der griechischen Sache dienlicher waren jedoch seine Zeitschrift Bulletin d’ Orient, die unter der Schirmherrschaft des Griechischen Außenministeriums herausgegeben wurde,63  sowie seine Vorträge in Europa, besonders in Paris, wo viele bedeutende Persönlichkeiten seine persönlichen Freunde waren, darunter auch der  Senator  Georges  Clemenceau.64    Sein  Kollege  Andreas  Andreadis,  Professor  für Wirtschaft, der seine Bildung in Oxford und Paris erworben hatte, publizierte einen Vortrag in der Zeitschrift Contemporary Review.65 Antonios Spiliotopoulos, Journalist mit Jurastudium und seit 1902 Herausgeber der Zeitschrift Kratos („Staat“), gab 1904 zwei Untersuchungen auf Französisch heraus:
La Macedoine et l' Hellenisme und Lettres sur la question de Macedoine. Ioanna Stefanopoli, die erste Griechin, die sich an der Universität Athen immatrikulierte, Tochter des Herausgebers des Messager d’ Athenes, veröffentlichte 1903 ihre Untersuchungen Macedoine et Macedoniens. La Macedoine inconnue. La nationalité hellenique de la  Macedoine d' apres  le folklore macedonien. Das waren insgesamt ja kaum einmal fünf Bücher; das Meiste waren in Wirklichkeit Texte von Vorträgen.

Dagegen nahm die griechischsprachige Literatur über Makedonien gigantische Ausmaße an. Anders als man heute gemeinhin annimmt, war der Makedonische Freiheitskampf in Wirklichkeit nie ein Geheimnis, zumindest nicht außerhalb Makedoniens.
 Sogar Themen, die man heute als Details sieht, und nicht überprüfte Informationen wurden in der Athener Presse fast gleichzeitig mit den Ereignissen veröffentlicht. Vier Jahre hindurch fand sich der Freiheitskampf auf den Titelseiten aller Zeitungen des Königreichs Griechenland (aber auch derer der Auslandsgriechen in aller Welt),66  in der Regel illustriert mit Fotos von Freiheitskämpfern.  Doch  die  Zeitung  Embros  („Vorwärts“)  war  wegen  ihrer  allgemein  bekannten
Beziehungen zum Makedonischen Komitee vergleichsweise im Vorteil. Die zurückkehrenden
Freiheitskämpfer gaben, entweder mündlich oder schriftlich, Informationen über die Aktivität der Corps weiter, offizielle Dokumente, ja sogar ihre eigenen Tagebücher. All das wurde von den Redakteuren der Zeitung in Fortsetzungen als Volkslektüre veröffentlicht.67 Das bekannteste aus Artikeln in dieser Form entstandene Produkt ist das Buch von Stamatis Raptis, Redakteur der Zeitung Embros, O Makedonikos Agon (Der Makedonische Freiheitskampf), das in 313 achtseitigen Bögen höchstwahrscheinlich im Zeitraum März 1906–April 1908 publiziert wurde.

Parallel zu den volkstümlichen Artikeln entstand in derselben Zeit auch ein etwas gelehrteres  Genre,  das  von  allen,  die  sich  mit  den  Freiheitskampf  betreffenden  Themen befassen, viel benützt wurde und noch wird.
Es handelt sich um die Artikel, die im Makedoniko Imerologio (Makedonisches Tagebuch), das nacheinander vom Verein „Alexandros o Megas“ („Alexander der Große“) (1908) und dem „Pammakedonikos Syllogos“ („Panmakedonischer Verein“) (1909–1912)68 herausgegeben wurde, und im Ellinismos („Griechentum“)69, der Zeitschrift der gleichnamigen Gesellschaft des Neoklis Kasasis, herauskamen. 

Das erste Druckwerk war voll von Nekrologen berühmter Kämpfer des Makedonischen Freiheitskampfes und bereits etablierter Nationalhelden, Topographien der schwer geprüften makedonischen Gemeinden (vor allem im Norden), Statistiken über die bulgarischen  Gewalttaten  und  Analysen  über  die  nationalen  Rechte,  basierend  auf  den besonderen Bildungsleistungen der griechischen Nation. Im zweiten, nämlich dem Ellinismos, zentrierten sich die Themen eher um die diplomatische Seite der Makedonischen Frage und die Publikation von Dokumenten. Wenn das Makedoniko Imerologio darauf abzielte, durch emotionale Rührung zu mobilisieren, so interessierte sich der Ellinismos eher für die Information des Leserpublikums: „die Aufklärung über jede brennende nationale Frage sowie die Verstärkung und Steuerung des sich vollziehenden nationalen Freiheitskampfes“, wie man notierte, doch immer innerhalb des von der griechischen Regierung vorgegebenen Rahmens.70

Auf derselben Wellenlänge bewegten sich auch die anderen Publikationen der Gesellschaft
zum Thema Makedonien71 wie auch die kurzen allbekannten Monographien von Gnasios Makednos („echter Makedone“)72, AlMaz73, Titos Makednos74 und ein paar anderen namentlich bekannten oder anonymen Autoren, die ihre Untersuchungen (häufig die Texte von Vorträgen) entweder den vor kurzem gefallenen Kämpfern75, den bulgarischen Verbrechen76 oder der Diplomatie hinter den Kulissen des Freiheitskampfes widmeten.77 Man sollte allerdings erwähnen, dass alle Persönlichkeiten der makedonischen Geschichtsschreibung, die in Athen in Erscheinung traten, sich ganz versöhnt zeigten mit der Idee der Slawischsprachigkeit der Makedonier, deren Patriotismus sie kannten.
Sie befanden sich damit im Einklang mit dem international propagierten Argument der freien Wahl der Identität. Doch andererseits vermittelte das hartnäckige Bestehen auf der Wichtigkeit der Entscheidung für die griechische Bildung als Zeichen für diesen Willen den Eindruck, die Slawischsprachigkeit wäre bei normalem Betrieb der griechischen Schulen ein vorübergehendes Phänomen. Und das umso mehr, da verschiedene Untersuchungen beharrlich behaupteten, der slawische Dialekt der Makedonier sei im Grunde griechisch.78

Ganz allgemein gesagt verschob sich nach 1903, den militärischen Entwicklungen und dem Vormarsch der Journalisten, der Schwerpunkt der Literatur von den ethnographischen Theorien zur Gewalt und zu den Verbrechen. Sehr bald wurde auch das Bild von der Koexistenz ersetzt durch ein anderes, das im Auftreten gegeneinander und dem Mangel an Toleranz typische Merkmale der makedonischen Geschichte sah.
Diese Stereotype setzten sich langfristig durch, nicht nur weil sie den sich in der Folge ergebenden diplomatischen Situationen dienlicher waren, sondern auch aus dem Grund, dass diese Literatur auf Englisch verfasst war und sich so leichter wiederverarbeiten ließ.
Dagegen gingen andere Beschreibungen verloren, zusammen mit den meisten Texten, die griechischen und serbischen Interessen dienten und auf Französisch oder Italienisch verfasst waren. Das klassischste Beispiel dafür ist die Untersuchung und die Karte des italienischen Philhellenen und Diplomaten G. Amadori-Virgilj auf der Basis der Religion, die niemand zitiert.

2.   Demographische Veränderungen und der bulgarische Revisionismus

Mit ihren Bajonetten fiel es den Balkanheeren viel leichter als den Kartographen, den Ethnographen und den Diplomaten, die Grenzen auf dem Balkan und speziell die der Einflusszonen in Makedonien zu ziehen. Doch nicht alle Länder nahmen die Veränderungen als endgültig hin. So wurden die Universitätsprofessoren erneut zu den Waffen gerufen, um mit akademischen Argumenten jene Grenzen zu verteidigen, bei deren Verteidigung die Generäle erfolgreich gewesen beziehungsweise gescheitert waren.

Das ernsteste Problem hatten natürlich die Bulgaren, was die Dokumentation und die Revision betraf. 1913 veröffentlichte Miletich sein Buch Atrocites greques en Macedoine pendant la guerre greco-bulgare. Im selben Jahr wurde von der Carnegie-Stiftung ein internationaler Ausschuss gebildet, um die während der Balkankriege begangenen Verbrechen zu untersuchen.

Die Ergebnisse wurden 1914 in Washington unter dem Titel Report of the International Commission to Inquire into the Causes and Conduct of the Balkan Wars veröffentlicht, und sie bewiesen, dass das Spiel mit dem Schaffen von Eindrücken unvermindert fortgesetzt wurde. Mitglieder des Ausschusses waren Henri Brailsford, Victor Berard und der russische Abgeordnete und Professor für Geschichte und Archäologie Pavel Nikolajevic Miljukov – alle bekannt für ihre probulgarischen Sympathien.79
 Griechenland reagierte mit der Veröffentlichung seiner eigenen Auffassung über die Verbrechen.80 Am schlechtesten war für die Griechen jedoch, dass der Ausschuss das demographische Bild Makedoniens so präsentierte, wie er es von dem bulgarischen Professor Jordan Ivanov erhalten hatte, der wiederum die Daten von Vasil Kunchev (1900) reproduzierte.81
Um das Bild der Besetzung eines zu einer fremden Nation gehörigen Gebietes umzukehren, lud Veniselos den Schweizer Rechtsprofessor Rudolph Archibald Reiss ein, die Nordprovinzen des Landes zu bereisen und die Situation der Bevölkerung zu erforschen. Sein Bericht, der 1915 auf Französisch veröffentlicht worden war, bestätigte, dass weder die Makedonier Bulgaren seien noch ihre Sprache Bulgarisch, sie seien schlicht und einfach „Makedonier“ – eine Ansicht, die für Griechenland damals insgesamt günstig war, da sie zugleich die bulgarischen und die serbischen Ansprüche neutralisierte.82

Doch die Besetzung Ostbulgariens während des Ersten Weltkriegs verschaffte den Bulgaren die Gelegenheit, zurückzukehren und nicht nur den Widerstand, mit dem sie in der Vergangenheit zehn Jahre lang zu tun gehabt hatten, auszumerzen, sondern auch das Gebiet aus der Nähe zu untersuchen.
 Im Sommer 1916 sandte die bulgarische Regierung eine Expeditionsgruppe aus hervorragenden Wissenschaftlern und bekannten Aktivisten in die Gegend. Sie umfasste Jordan Ivanov, Anastas Isirkov, Bogdan Filov und Liubomir Miletich.83  Doch der für Bulgarien unglückliche Ausgang des Krieges verschob die Front nach Westeuropa. Ivanov und seine Mitarbeiter, die Professoren Isirkov, Georgi Strezoff – Mitglied der Geographischen Gesellschaft Genf – und Dimitar Micheff – inzwischen Mitglied der bulgarischen Akademie –, bereisten in einem Versuch, den Ausgang der Pariser Friedenskonferenz zu beeinflussen, verschiedene Städte, vor allem in der Schweiz. Ihre Aktivitäten unterstützten die makedonischen Vereinigungen der Schweiz, die aus Sofia eine Subvention von zwanzigtausend Franken erhielten.84 Einige von jenen Vorträgen wurden auf Französisch veröffentlicht.85 Natürlich ging die bulgarische Produktion insgesamt weit über ein paar Vorträge hinaus.

Im Grunde hatte man die ganze Gruppe der bulgarisch-makedonischen Intellektuellen engagieren können: Simeon Radeff86 aus Resna, mit Jurastudium in Genf, eine alte Führungskraft der Inneren Makedonischen Revolutionären Organisation, S. Kitintcheff87, K. Solarov88, V. Tsanov89 und Kostadin Stefanov90, Literaturprofessor und Mitglied des „Zentralen makedonischen Vereins“ in der Schweiz. Flaggschiff unter den Publikationen war selbstverständlich die Untersuchung von Ivanov La Question Macedonienne au point de vue historique, ethnographique et statistique, die 1920 in Paris veröffentlicht wurde und die bulgarischen  Ansichten  zur  Makedonischen  Frage  und  die  Rechte  Sofias  im  nunmehr griechischen Makedonien zusammenfasste.

Selbstverständlich begleiteten die Publikation – neben Bezugnahmen auf alle den bulgarischen Standpunkt begünstigenden Texte des 19. Jh. – zwei Karten. Die erste nutzte die international gepflegte probulgarische Kartenproduktion des 19. Jh., um den bulgarischen Nationalraum möglichst groß erscheinen zu lassen, die zweite präsentierte die widersprüchlichen Ansichten, die sich nach 1878 entwickelten hatten und diesen Raum merklich – und Ivanov zufolge zu Unrecht – beschränkten.

Wie wir wissen, war es nach allem, was während des Krieges vorhergegangen war, nicht möglich, die Vorschläge Ivanovs und seines Landes in Paris zu verwirklichen – obwohl über einen italienischen Vorschlag für ein unabhängiges Makedonien diskutiert wurde.91 Für das relativ hohe all den akademischen Publikationen beigemessene Gewicht spricht, dass letztlich, nach der revidierten Karte von Cvijic, Gebiete an Serbien abgetreten wurden, und das trotz der Tatsache, dass sein Land eine schwächere wissenschaftliche Produktion und Mobilisierung aufzuweisen hatte.92
Die Karte von Cvijic


 Dazu hatte selbstverständlich auch beigetragen, dass Cvijic, der sich als Wissenschaftler sowohl in Europa als auch in den USA ganz besonderer Wertschätzung erfreute, bei den Vorgängen der Konferenz dominierte. Seine Ansichten hatten den Effekt, dass die serbische Dominanz in einem großen Teil Makedoniens als gegeben angenommen wurde, ohne dass überhaupt eine bulgarische Minderheit anerkannt wurde, doch letztlich setzten sie Serbien, das nun die Richtigkeit der Karten des großen Ethnographen durch rasche Assimilation der „Makedonoslawen“ zu beweisen hatte, unter starken Druck.93

Cvijics Ansichten ließen übrigens auch die Griechen nicht unbeeinflusst.
Es ist bekannt, dass die Karte, die Professor Georgios Sotiriadis, von seiner Herkunft her ein Makedonier und mit Veniselos persönlich befreundet, 1918 vorbereitet hatte und die dem Friedenskongress vorgelegt wurde, auch die Existenz von „Makedonoslawen“ innerhalb des griechischen Staatsgebietes anerkannte – dort, wo Kleanthis Nikolaidis nur Griechen sah.94  Diese seine Ansicht machten sich andere griechische Autoren dieser Periode nicht zu Eigen95 – vor allem der bedeutendste: Vassilios Kolokotronis, ein diplomatischer Beamter, der es übernahm, wie vor ihm Ivanov und Cvijic alle griechischen Argumente und die Griechenland begünstigende internationale Historiographie und Kartographie in seiner Untersuchung La Macedoine et l' Hellenisme: Etude historique et ethnologique (Paris 1919) zusammenzufassen.
Die „Makedonoslawen“ waren für Kolokotronis slawischsprachige Griechen.96

Natürlich stand die übrige akademische Gemeinschaft dem Ersten Weltkrieg und der Neuordnung, die er auf dem Balkan geschaffen hatte, nicht gleichgültig und unbeeinflusst gegenüber. Einige der bedeutenden Werke, die verfasst wurden, waren:
The Rise of Nationality in the Balkans von R. Seton-Watson (London 1917), L' unite de la politique bulgare 1870–1919, die erste Untersuchung von Jacques Ancel über die Makedonische Frage (Paris 1919) und die Dissertation von Jacob Ruchti, Die Reformaktion Österreich-Ungarns und Russlands in Mazedonien 1903–1908.

 Die Durchführung der Reformen (Gotha 1918), die ursprünglich an der Universität Bern vorgelegt worden war. Tatsächlich hatte sich die Schweiz schon in der Zeit vor dem Krieg zum Zentrum des wissenschaftlichen Interesses an Makedonien entwickelt, und das stand in Zusammenhang nicht nur mit dem Frieden, der im Land herrschte, sondern auch mit den verdeckten Manövern Sofias.97

Es ist unmöglich, alle Untersuchungen der Zwischenkriegszeit und alle Artikel aufzuzählen, die in der Presse erschienen, und zwar in Zeitschriften wie: Internationale Pressekorrespondenz, L' Europe Nouvelle, The Advocate of Peace und Voix des Peuples. Manche Arbeiten wurden jedenfalls zu wichtigen Hilfsmitteln, darunter die Bücher von Ancel98 – nunmehr Professor für Geographie und Geschichte –, Andre Wurfbain99, Weigand 100 und anderen.101 Außerdem entstand eine neue Generation von Reisetexten, Erinnerungen teils älterer, teils jüngerer, doch – wie immer – nie neutraler Personen. Die bedeutendsten Autoren waren –wegen ihrer Kenntnisse – Sir Robert R.Graves102, nach 1903 britischer Generalkonsul in Thessaloniki, sein Zeitgenosse, der französische Offizier Leon Lamouche103, der von Sofia finanzierte probulgarische Vorträge hielt, Edmond Bouchie de Belle104, höherer Beamter, Veteran der makedonischen Front, Franceska Wilson105 und andere.106 In der Zwischenkriegszeit begann außerdem, dank des Aufschwungs bulgaromakedonischer patriotischer Organisationen, die Produktion relevanter Titel auch in den USA. Wichtigster Vertreter war Chris Anastasoff107, aus Florina gebürtig und mit Studium in Amerika.

Einige dieser Bücher gaben im Nachhinein Bulgarien Recht, doch für Sophia war die Sache der Makedonischen Frage auf diplomatischer Ebene endgültig verloren. Dennoch blieb sie während der ganzen Zwischenkriegszeit lebendig, sowohl in der Erinnerung der Flüchtlinge als auch in der politischen Arena des Landes. Genau genommen wurden die bulgaromakedonischen Flüchtlinge gleichzeitig zu Autoren und zu den wichtigsten Lesern einer reichen patriotischen Literatur, die alles umfasste von Memoiren aus dem Makedonischen Freiheitskampf bis zu den kleinen Geschichten aus ihrer endgültig verlorenen Heimat im griechischen Makedonien.

Eine wesentliche Rolle spielte für diese Produktion die Gründung des „Makedonischen Instituts“ im Jahr 1923 unter der Leitung des Professors Ivan Giorgov und – zwei Jahre später – die Herausgabe der Zeitschrift Makedonski Pregled. Inzwischen begann Liubomir Miletich, der den Vorsitz des Instituts übernommen hatte, mit der Publikation einer Serie von Memoiren der Voevoden von Ilinden. Seinem Beispiel folgten verschiedene Veteranen wie Christo Matov 108 und Christo Silianov109.

Die internationale Aktivität der Bulgaren war völlig zur Ruhe gekommen.
 Für sie war die  Zeit  in  Bukarest  stehen  geblieben,  doch  ganz  allgemein  galt  dasselbe  auch  für  die Griechen, wenn auch aus anderen Gründen.
Ihr wissenschaftliches Interesse an Makedonien und seiner Bevölkerung ließ nach.
 Mit Ausnahme der auf internationalem Niveau stehenden Arbeiten von Stefanos Ladas110, Chrysos Evelpidis111 und Alexandros Pallis112, die die griechischen Vorherrschaft nunmehr auf der Basis des Bevölkerungsaustauschs begründeten, wurden sehr wenige Untersuchungen über das Gebiet und noch wenigere über seine Einwohner veröffentlicht, speziell die früheren.113

 Über diese schrieben nunmehr die verschiedenen öffentlichen Dienste, die nicht wussten, wie sie mit deren Besonderheiten umgehen sollten, und vergrößerten so die Kluft zwischen dem Bild, das die Geschichte und die Diplomatie geschaffen hatten, und der Realität, mit der sie konfrontiert waren. Von allen Aspekten dieses komplexen Problems der Assimilation, der neuen Phase der Makedonischen Frage, gewann anscheinend einer, zumindest in der Öffentlichkeit, das ganze Interesse für sich: ihre Haltung während des Makedonischen Freiheitskampfes.

Die Beschäftigung mit dieser Frage bewegte sich in drei Achsen: Die erste stand in Zusammenhang mit den intensiven Bemühungen, die für die Schaffung eines Registers und in der Folge für die moralische und wirtschaftliche Rehabilitation der Kämpfer des Makedonischen Freiheitskampfes unternommen wurden. Sie wird vertreten von einer Reihe von Artikeln, die in der Zeitschrift Makedonikos Agon („Makedonischer Freiheitskampf“), die im Zeitraum 1929–1931 herausgegeben wurde, erschienen.114

 Obwohl die meisten Artikel sich nicht durch besondere historische Exaktheit auszeichnen, sollte man dennoch nicht übersehen, dass in dieser Zeitschrift sowohl Tagebuchaufzeichnungen als auch andere interessante Dokumente veröffentlicht wurden – manchmal leider in Bearbeitung.115 Im selben Rahmen, nämlich dem der autobiographischen Zeugnisse, könnte man vielleicht auch eine Reihe von Veröffentlichungen von Tagebuchaufzeichnungen, Erinnerungen und Briefen in Zeitungen behandeln, für die uns noch nicht einmal eine erste Erfassung zur Verfügung steht.116

Viele davon stehen leider im Zusammenhang mit gegenseitigen Beschuldigungen und unterschiedlichen Interpretationen der Ereignisse, die als Folge der Registrierung und Hierarchisierung der Freiheitskämpfer nach den geltenden Gesetzen eintraten.

 Ein Charakteristikum dieser Gruppe von Veröffentlichungen ist der starke Antikommunismus, wegen der bekannten Stellungnahme der Komintern für ein einheitliches und unabhängiges Makedonien im Jahr 1924, doch auch der Erwartung, dass bestimmte politische Bündnisse die Klasse der ehemaligen Freiheitskämpfer und ihres gewaltigen Klientelnetzes begünstigen würden.

Um die zweite Achse drehen sich Biographien, Erinnerungen und Monographien, die entweder als historische Hilfsmittel oder als literarische Werke veröffentlicht wurden.

Pavlos Melas
Die Briefe des Pavlos Melas117, die Erinnerungen von Nikolaos Garbolas118, Angeliki Metallinou 119 und Antonios Chamavdopoulos120 wie auch die ersten Biographien von Hauptmann Kotta121, Melas122  und Dragoumis123  könnten als glaubwürdige historische Hilfsmittel angesehen werden, da sie auf dem Wissen und den Erfahrungen der Generation des Freiheitskampfes basieren.

 In dieselbe Kategorie sollte man auch sowohl die Geschichten aus der Zwischenkriegszeit von Georgios Modis als auch die Mystika tou Valtou (Geheimnisse des Moores) von Pinelopi Delta einteilen.

Erstere spiegelten in der Regel reelle Ereignisse wider, die Modis persönlich bekannt waren, während sie parallel dazu zum Entstehen einer eigenartigen Sittenschilderung des Freiheitskampfes beitrugen.124 Doch selbst das beliebte Werk von Pinelopi Delta basiert, wie wir wissen, auf Interviews und Tagebüchern von Kämpfern  des  Makedonischen  Freiheitskampfes,  die  Antigoni  Bellou-Threpsiadi  im  Zeitraum 1932–1936 niederschrieb. So wurde das fehlende Archivmaterial ersetzt, das das Außenministerium, höchstwahrscheinlich aus politischen Gründen, Delta anfangs verweigert hatte.125 Nur wenige dieser Memoiren aus ihrer Sammlung kamen nach dem Krieg an das Licht der Öffentlichkeit.

Viel mehr Glück als Delta hatte Nikolaos Vlachos, Dozent für Geschichte in Athen, der um dieselbe Zeit, nämlich 1932, bereits die entsprechende Erlaubnis eingeholt hatte und im Archiv des Außenministeriums arbeitete. Vlachos selbst ermutigte Bellou-Threpsiadi mit den Worten, die auf lebendigen Erzählungen von Freiheitskämpfern basierende Arbeit habe ihre eigenen Vorteile, während er selbst ausschließlich mit „leblosen Dokumenten und Papieren“ arbeite.126 Wie wir sehen werden, gab der Verlauf der Ereignisse seinem Urteil Recht, vielleicht sogar über seine Erwartungen hinaus. Vlachos’ Untersuchung Die Makedonische Frage als Phase der Ostfrage 1878–1908 (Athen 1935) gilt zu Recht als klassisches und unüberbietbares Werk der Diplomatiegeschichte.
Dem Makedonischen Freiheitskampf widmete Vlachos zirka 200 eng gedruckte Seiten, die im Grunde immer noch keine Leser gefunden haben. Er benützte, anscheinend ausnahmsweise, das Archivmaterial des Außenministeriums, wobei er wirklich in die Tiefe ging, sowie alle zur Verfügung stehenden Diplomatiebücher der in die Krise verwickelten Länder.

Beeinflusst von den späteren Entwicklungen und den diplomatischen Notwendigkeiten der Zeit verlieh er dem Freiheitskampf den Charakter eines griechisch-serbischen Unterfangens gegen die Bulgaren. Es lässt sich schwer endgültig entscheiden, ob diese Priorität sein Werk zu einem Schattendasein verurteilte – wahrscheinlich nicht. Jedenfalls wurden seine sehr nützlichen, doch für heutige Begriffe auch kühnen Beobachtungen, die uns eine allgemeine Beschreibung des Freiheitskampfes geben, ohne dass dabei jedoch die einzelnen Episoden gänzlich verloren gehen, demonstrativ ignoriert. Wie wir unten sehen werden, war dies kein Zufall.127

In diese dritte und sehr spärlich bestückte Kategorie der historischen Hilfsmittel könnten wir auch die früher erschienene Politische Geschichte des neueren Griechenland von Georgios Aspreas einteilen, da sie in ihrem zweiten Band, der 1930 herausgegeben wurde, zirka 20 Seiten über den Makedonischen Freiheitskampf enthält. Aspreas, als Journalist der Zeitung Embros ein Veteran, erwähnt,128 dass er Material benutzt hatte, das er im Archiv von Kalapothakis gefunden hatte, und außerdem „an das Außenministerium gerichtete Berichte aus den Zentren Thessaloniki und Monastiri, Notizen und Archive zeitgenössischer politischer und militärischer Persönlichkeiten und vertrauliche Berichte, die an Georg I. gesandt wurden.“ Dennoch entsteht aus seinen verallgemeinernden Beschreibungen nicht der Eindruck, dass dieses Material besonders reich gewesen wäre.

Siegel drer Makedonischen Komitee.
Eigentlich bestand sein bedeutendster Beitrag in der Veröffentlichung der „Organisation“ des Makedonischen Komitees.129

Schließlich darf man auch den damals jungen Rechtsanwalt Georgios Modis nicht ignorieren, der in Zusammenarbeit mit dem Veteran des Freiheitskampfes Nikostratos Kalomenopoulos das Stichwort „Makedonischer Freiheitskampf“ für die erste Ausgabe der Großen Griechischen Enzyklopädie ‚Pyrsos’ (1927) verfasste.

Die beiden Charakteristika, die die Zwischenkriegsliteratur mit der der Zeit vor den Balkankriegen gemeinsam hatte, waren der stark nationale Charakter und der häufige Gebrauch  des  Französischen  für  alle  internationalen  Publikationen.  So  wurde  einerseits  die Autorität der griechischen Publikationen endgültig untergraben, andererseits wurden von den auf Französisch verfassten nur sehr wenige nach dem Krieg verwendet, besonders im angelsächsischen Raum. Das Schlechteste war, dass auch die Geschichtsschreibung, die sich innerhalb der Balkanstaaten entwickelte, weder genügend aus dem schöpfte, was international geschrieben wurde, noch aus der gegnerischen – slawischen bzw. griechischen – Literatur. Sie verstand die Schilderung der – erklärten oder unerklärten, siegreichen oder nicht siegreichen – Kriege als die geeignetste Methode zur Untermauerung des Besitzstandes oder der Erhaltung der patriotischen Gefühle.
 Die Makedonische Frage war kein Thema zur wissenschaftlichen Beschäftigung, sondern zur patriotischen. Wenn jedes Land die Untersuchungen der Nachbarn und deren Karten sorgfältig gelesen hätte, hätte es sehr nützliche Anleitungen für die im



In und  Ausland  zu  verfolgende  Politik  finden  können.  Doch  keines  tat  dies,  und  die
Geschichte sollte sich als Farce wiederholen.

 .......Yauna...... Die nachfolgede Absaetze wurden  wegen Platzmangel Unterdrueckt......................

   Abschließende Bemerkungen

Die Gründung eines unabhängigen makedonischen Staates, der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Makedonien, und der gleichzeitige Regierungswechsel in Jugoslawien und Bulgarien hatte eine Neubelebung der Makedonien-Literatur zur Folge, doch die Rollen waren jetzt vertauscht.

Bulgarien, wo 1991 das „Makedonische Wissenschaftliche Institut“ seinen Betrieb wieder aufnahm und von neuem die Makedonski Pregled  herausgab, nahm seine Makedonien-Produktion wieder auf, diesmal jedoch mit sehr mangelhaftem Zugang zur westlichen Wissenschaft.  

Jahrelang abgeschnitten von der dominanten angelsächsischen Literatur und ohne die finanzielle Möglichkeit eines leichten Zugangs zu Übersetzungen bleib sie für mindestens ein Jahrzehnt zu schwach, um die internationale Geschichtsschreibung zu beeinflussen, aber letztendlich scheint sie mit einer neuen Generation von Historikern zurückzukehren, die ihrer nationalen Historiographie kritisch gegenübertreten.

 In der Ehemaligen  Jugoslawischen  Republik  Makedonien  wurde  nichts  benötigt,  was  nicht  schon vorhanden gewesen wäre.
Die Arbeit war lange vorher zu Ende geführt worden, und alle neuen Kapitel, die nach 1991 hinzugefügt wurden, waren Wiederholungen. Es ist sogar noch heute (2005) viel zu früh, um bei der gegebenen politischen und diplomatischen Stellung des Landes bedeutende Brüche in  seiner Geschichtsschreibung zu  erwarten.

In  Griechenland waren und sind die Tendenzen immer noch gespalten.
Eine Seite scheint nunmehr die slawische Linie in der Literatur zu akzeptieren – die slawomakedonische und nicht die bulgarische –, während eine andere weiterhin die Tradition des unnachgiebigen Kampfes um historische Rechte fortsetzt.
Eine dritte anerkennt die Komplexität eines Problems, das sich untrennbar mit seiner Literatur vermischt und schon in seiner Entstehung politischen Charakter erhalten hat, doch sie wird Ziel von Angriffen beider Seiten, weil sie ihnen vom methodologischen Standpunkt her nicht zustimmen kann. Man könnte sagen, dass die Lage an die Zwischenkriegszeit erinnert.

 Die Spaltung wird zu einem wesentlichen Anteil von der Uneinigkeit betreffend den Gebrauch neuer methodischer Hilfsmittel hervorgerufen, die aus neuen wissenschaftlichen Bereichen eingeführt wurden, aber auch in der Wahl des Blickwinkels. Tatsächlich hat die westliche Perspektive – so, wie sie auch in früheren Perioden die Kartographierung und Sicherung voneinander abgegrenzter Nationen bzw. den Schutz der nationalen Minderheiten diktiert hatte – nach 1990 zur Erforschung und zum Schutz der nationalen Gruppen und ihrer kulturellen Identitäten ermutigt. Vielleicht besteht der einzige Unterschied darin, dass diesmal die westliche wissenschaftliche Produktion rund um die Makedonische Frage, in die wegen der jugoslawischen Krise ausführliche akademische Forschung investiert wurde, fast normative Dimensionen erhalten hat, die jedoch stärker Griechenland beeinflusst haben, weniger Bulgarien und noch kaum die Ehemalige Jugoslawische Republik Makedonien.

Doch es handelt sich um nichts wirklich Erstaunliches. Vom Anbeginn an war die Akzeptanz für die eine oder die andere Auffassung in der Makedonischen Frage eng verbunden mit den diplomatischen Umständen und nicht mit der Qualität oder der Quantität der Auffassung selbst. Deshalb gelang es den Bulgaren zu Beginn des Jahrhunderts, nicht aber in den Zwanzigerjahren, die liberalen Briten auf den Plan zu rufen, obwohl ihre humanitären Argumente nicht schlechter waren. Deshalb verstanden am Ende des Zweiten Weltkriegs alle den
„Makedonismus“ als Mittel zur Expansion des Kommunisten Tito, doch wenige Jahre später akzeptierten sie problemlos die selbständige ethnologische Existenz der Sozialistischen Republik Makedonien. Aus demselben Grund provozieren auch die kulturellen Rechte der Slawomakedonen das Interesse oder das Desinteresse der Bulgaren. Aus der Unmöglichkeit der methodischen Konvergenz zwischen den Ländern und den wissenschaftlichen Schulen heraus, aber auch wegen der Widersprüche zwischen den geschichtlichen Perioden der Literatur gelangen wir letztendlich erzwungenermaßen zu einem solchen agnostizistischen Ansatz in der Makedonischen Frage, der jedoch funktioneller und bequemer ist für alle.

Damit das verständlich wird, lohnt es sich, mehrere Faktoren anzuführen, die anstatt der Entwicklung die Wiederverwendung älterer Literatur begünstigen.

 Der bedeutendste ist die Sprache. Was auch immer auf Griechisch oder in den slawischen Sprachen an Quellen oder Hilfsmitteln geschrieben wurde, ist für die westliche Wissenschaft nicht besonders nützlich, vielleicht mit Ausnahme der Gräzisten, der deutschen Balkanologen oder der Slawisten allgemein.

Doch  auch  sie  können  sich  wegen  ihres  Studiums, ihrer  Nationalität und  ihrer Quellen letztlich nicht befreien von ihrem ideologischen Ausgangspunkt. So wurden in Griechenland bis heute die zeitliche Tiefe und das Ausmaß der Problematik der Frage der Autonomie Makedoniens nicht erfasst.

Sogar die Untersuchungen in französischer Sprache, die einen riesigen Teil der Literatur zur Makedonischen Frage ausmachen, bleiben in Großbritannien, den USA und Australien bis jetzt ungenützt, und dasselbe gilt leider auch für die deutsche Literatur.

Dagegen ist das, was in englischer Sprache geschrieben wurde oder wird oder in sie übersetzt wird, eine Investition, die sich unabhängig von der Qualität unendlich mal bezahlt macht. Die fehlende Möglichkeit zum Vergleich begünstigt also das kritiklose Akzeptieren von Ansichten. Der zweite Faktor ist die gewaltige Masse der angesammelten Literatur.

Die Unmöglichkeit, sie vollends zu bewältigen, begünstigt die Auswahl nur jener Bücher, Texte, Zitate, Statistiken und Karten, die eine Arbeitshypothese bestätigen werden oder zum ideologischen Rüstzeug der Forscher passen. Diese, nämlich die Forscher, stellen den dritten Faktor für diese Rezyklierung dar. Durch die Präsentation der vorhergehenden Literatur wurde die bedeutende Rolle sichtbar, die Politiker und Aktivisten jeder Art für die Ausformung der Geschichtsschreibung der Makedonischen Frage gespielt haben. Eine besondere Stellung hatten die Diaspora und die Flüchtlinge inne, egal, ob es nun um „Ägäaten“ in Skopje oder Menschen aus Kastoria in Sofia, den USA oder Perth geht.
Alternativ dazu wurden auch Universitätslehrer eher – als Alibi mit äußerem Anschein der Objektivität – zur Absegnung von Statistiken und Karten eingesetzt als als Träger tieferen Wissens.

Der technologische Fortschritt und speziell der Gebrauch des Internets ist die beste Garantie dafür, dass die bibliographische Rezyklierung der Makedonischen Frage sich so lange fortsetzen wird, wie die Geschichte für die Balkanpolitik und die Selbstdefinition der Völker im Gebiet ein essentielles Objekt mit gefährdeter Existenz bleiben wird.
Und es besteht keine Zweifel, dass es nicht mangeln wird an Trägern jeder Art und Personen, die ihre Dienste in dieser Richtung anbieten werden. Schon immer haben Politiker und Professoren Theorien entwickelt, die sie an die Lehrer, die Kleriker und andere willige Apostel weitergaben, die sie wiederum unter der Bevölkerung Makedoniens festigen sollten, während die Diplomaten ihrerseits für die Kartografierung der Resultate das Echo der Theorien reproduzierten.

Die Chancen, über diesen Rahmen hinauszukommen, sind in der Tat beschränkt, da sogar die Schaffung der Geschichtsquellen, zumindest im 19. Jh., mit den Bedürfnissen der Politik verknüpft ist. Leider können wir Makedonien nicht mit den Augen eines Landwirtes oder Viehzüchters des 18. Jh. sehen, und auch das, was wir über die private Sicht sogar der gebildeten Menschen des 19. oder des 20. Jh. wissen, ist sehr wenig.

 Es gibt keine Texte, die frei wären von einer politischen Zweckmäßigkeit. Sogar was die Gestaltung der Innenund Außenpolitik selbst betrifft, ist eher nur die höchste Ebene bekannt und nicht eigentlich der Prozess der Entscheidungsfindung als solcher und die vorausgehenden Diskussionen.

So verbleiben wir mit einem Bild, das eher die Gegensätzlichkeiten, die Krisen und die extremen Phänomene sichtbar macht als die Art und Weise, wie die Gesellschaft sie überwand. Doch dies stellt nicht eine Verdrehung der Makedonischen Frage dar, sondern ihr eigentliches Wesen. Politik und Ideologie wurden immer außerhalb des Gebietes produziert und in der Folge in rascherem Tempo importiert, als die Gesellschaft sie assimilieren konnte, sodass ihre Diffusion von oben nach unten möglich gewesen wäre. Wie können wir also eine Umkehrung der politischen Perspektive von unten nach oben erwarten?

Anmerkungen

1.   Zu diesen Fragen siehe Ioannis Koliopoulos, I „peran“ Ellas kai oi „alloi“  Ellines: To synchrono elliniko ethnos kai oi eteroglossoi synoikoi christianoi, 1800-1912 [Das Griechenland „drüben“  und die „anderen“ Griechen: Die moderne griechische Nation und die anderssprachigen christlichen Mitbewohner, 1800-1912], Thessaloniki 2003, S. 60–1 und das ganze Kapitel 3.
2.   H. R. Wilkinson, Maps and Politics. A Review of the Ethnographic Cartography of Macedonia, Liverpool 1951, S. 35.
3.   Zu dieser Zeit wird eine Reihe von Karten veröffentlicht, die die slawische Dominanz auf dem Balkan auf Kosten von Griechen und Türken betonen, aber es vermeiden, die Meinungsverschiedenheiten darzustellen. Siehe ibid., S. 53–7.
4.   Voin Bozinov & L. Panayotov (Red.), Macedonia. Documents and Material, Sofia 1978, S. 130, 137–138; V. Colocotronis, La Macedoine et l' Hellenisme: Etude historique et ethnologique, Paris 1919, S. 524–5; Spyridon Sfetas, I diamorfosi tis slawomakedonikis taftotitas [Die Herausbildung der slawomakedonischen Identität], Thessaloniki 2003, S.
17–45.
5.   Wilkinson, op. cit., S. 42–3.
6.   Through Macedonia to the Albanian Lakes, London 1864.
7.   Reise durch die Gebiete des Drin und Wardar, Wien 1867 u. ds., Reise von Belgrad nach Salonik, Wien 1868.
8.   Travels in the Slavonic Provinces of Turkey in Europe; the Turks, the Greeks, and the Slavons, London 1867. Mit ethnographischer Karte, s. Wilkinson, op. cit., S. 51–3.
9.   Anonym vom Verleger S. Lane-Poole unter dem Titel The People of Turkey by a Consul's Daughter and Wife, London 878, Bd. 1–2.
10. Mission de Macedoine, Paris 1876.
11. Turkey in Europe, 2. Aufl., s.l. 1877.
12. Twixt Greek and Turk or Jottings during a Journey through Thessaly, Macedonia and Epirus in the Autumn of 1880, Edinburgh 1881.
13. La  Turquie  inconnue:  Roumanie,  Bulgarie,  Macedoine,  Albanie,  Paris  1886.  Siehe Mackenzie & Irby, op. cit., S. 65–68.
14. K. Sharova & A. Pantev, “Mackenzie and Irby and the New Trends in English Policy towards the South Slavs”, tudes Historiques, 6 (1973), 117–42.
15. Siehe die Einführung zu der Untersuchung Ta peri tis aftokefalou archiepiskopis tis protis
Ioustinianis [Zur Autokephalie der Justiniana Prima], Athen 1859.
16. Margaritis   G.   Dimitsas,   Archaia   geografia   tis   Makedonias   [Antike  Geographie
Makedoniens], Athen  1870;  Topografia  tis  Makedonias  [Topographie  Makedoniens],
Athen 1874; Epitomos istoria tis Makedonias apo ton archaiotaton  chronon mechri tis
tourkokratias.  Pros  chrisin ton ellinikon Scholeion kai parthenagogion  tis Makedonias 
[Kurz  gefasste  Geschichte  Makedoniens  von  der  Vorzeit  bis  zur  Türkenherrschaft. Schulbuch für  die griechischen  Schulen und Mädchenschulen in Makedonien], Athen
1879; I Makedonia en lithois fthengomenois kai mneimeiois sozomenois [Makedonien in
Inschriften und erhaltenen Denkmälern], Athen 1896, Bd. 1–2.
17. Siehe K. Th. Dimaras, Konstantinos Paparrigopoulos. Prolegomena, Athen 1970, S. 20.
18. Im selben Jahr erschien das Werk von Konstantin Jirecek, Geschichte der Bulgaren, Prag
1876. Jirecek war ein Enkel Shafariks und wurde später Bildungsminister Bulgariens.Siehe Colocotronis, op. cit., S. 137–8.
19. Evangelos Kofos, I Ellada  kai to Anatoliko Zitima 1875–1888 [Griechenland  und die Orientalische Frage 1875–1888], Athen 2001, S. 77 und 157. Vgl. Wilkinson, op. cit., S. 63 und Anm. 2.
20. Zwei Jahre später erschien es auch auf Französisch, siehe Ofeikov, La Macedoine au point de vue ethnographique, historique et philologique, Filippoupolis 1887. Vgl. Kalostypis,op. cit., S. 71–8.
21. Gortse Petrov, Materijali po izutsenieto na Makedonija [Materialien über den Aufstand in Makedonien], Sofia 1896.
22. Ivan Ilchev, Rodinata mi prava  ili ne! Vansnopoliticheska propaganda  na balkanskite strani (1821–1923) [Für meine Heimat ja oder nein! Propaganda  in der Aussenpolitik auf dem Balkan (1821-1923)], Sofia 1995, S. 113.
23. Vgl. z. B. die Untersuchung des belgischen Erforschers des öffentlichen Rechts Emil de Laveleye, The Balkan Peninsula, englische Übersetzung von Mary Thorp, London 1887, aber auch das zweibändige Werk des berühmten Balkanologen Gustav Weigand, Die Aromunen, Leipzig 1894–5; begleitet von einer ethnographischen Karte, das Bulgarien begünstigte. Siehe auch die Untersuchungen des ersten Bischofs der bulgarisch-unierten Kirche Lazar Mladenoff, Rapport sur la situation religieuse des Bulgares catholiques de la Macedoine, Lyon 1884 und des Direktors der katholischen Schule Thessaloniki Ε. Cazot,  Regeneration  d'  un  peuple.  La  Macedoine  catholique,  Paris  1901.  Zu  einer Gesamtdarstellung der bulgarischen Bibliographie siehe N. Mikhov (Red.), Bibliographiede la Turquie, de la Bulgarie et de la Macedoine, Bd. 1–2, Sofia 1908–1913.
24. Spyridon Gopcevic, Makedonien und Alt-Serbien, Wien 1889. Siehe Wilkinson, op. cit., S. 96–109. Im nächsten Jahrzehnt veröffentlichte er in Belgrad auf Serbisch noch zwei Untersuchungen:  Die  Wahrheit  über  Makedonien (1890)  und  Die  ethnographischen Beziehungen Makedoniens und Altserbiens (1899).
25. Siehe die Einführung zu Karl Hron, Das Volkstum der Slaven Makedoniens, Wien 1890.
26. Wilkinson, op. cit., S. 120–5.
27. Ibid., S. 129–32.
28. Kriste Misirkov, Makedonikes ypotheseis [Makedonische Angelegenheiten], übersetzt von Dimitris Karagiannis, Athen 2003.
29. The Balkan Trial, London 1906, S. 147 und 155. Derselbe hatte 1905 den Artikel „The Macedonian Committees and the Insurrection” im Band The Balkan Question, Luigi Villari (Red.), London 1905, S. 184–227, veröffentlicht.
30. ictures from the Balkans, London 1906, S. 5.
31. Charles Eliot, Turkey in Europe, London 1908, S. 322, aber auch 265 Anm. 1.
32. The East End of Europe: The Report of an Unofficial Mission to the European Provinces of Turkey on the Eve of the Revolution, London 1908, S. 210.
33. L’ imbroglio macedonien, Paris 1907.
34. An Observer in the Near East, London 1907, S. 296.
35. Confessions of a Macedonian Bandit, New York 1909.
36. A Captive of the Bulgarian  Brigands: Englishman's Terrible Experiences in Macedonia, London, 1906.
37. G. Abbott, The Tale of a Tour in Macedonia, London 1903.
38. J. L. C. Booth, Troubles in the Balkans, London 1905. Der Autor war im Jahr 1904 Sonderkorrespondent von Τhe Graphic.
39. E. F. Knight, The Awakening of Turkey: A History of the Turkish Revolution, London1908.
40. Reginald Wyon, The Balkans from Within, London 1904.
 41. H. F. B. Lynch, Europe in Macedonia, being five articles reprinted from the "MorningPost", London 1908.
42. Edith Durham, The Burden of the Balkans, London 1905.
43. M. Kanh, Courriers de Macedoine, Paris 1903.
44. Victor Berard, “A Travers la Macedoine Slave”, Revue des deux Mondes, 114 (1892),551–578; Pro Macedonia, Paris 1904.
45. Aleksandr Valentinovic Amfiteatrov, Strana razbora [Seite des Verständnisses] (1903).
46. Siehe Hristo Andonov-Poljanski et al. (Red.), Documents on the Struggle of the Macedonian People for Independence and a Nation-State, Skopje 1985, Bd. 1, S. 412–5, aber auch den Artikel „Oi neoi Slavoi tis Makedonieas“ [Die neuen Slawen Makedoniens],Zeitschrift Sphära, 10. Februar 1901.
47. Siehe z. B. J. Gambier, “Macedonian Intrigues and their Fruits”, Fortnightly Review, 78
(1902),  747–758,  H.  Vivian,  “The  Macedonian Conspiracy”,  Fortnightly  Review, 79
(1903), 827–837, K. Blind, “Macedonia and England's Policy”, Nineteenth Century, 54
(1903), 741–755, E .J. Dillon, “Macedonia and the Powers”, Contemporary Review, 79
(1903), 728–750, W. Miller, “The Macedonian Claimants”, Contemporary Review, 83
(1903), 468–484, G. Azambuta, „Le Conflit des Races en Macedoine d' apres une Observation  Monographique“,  Le  Science  Sociale,  2me  periode,  19/2  (1904),  [Anonym], “Macedonia and the Powers”, Quarterly Review, 198 (1903), 485–514.
48. F. Stevenson, The Macedonian Question, London 1902; M. Leroy, La Question Macedonienne. Etude d' histoire diplomatique et de droit international,  Paris 1905; G.Verdene, La verite sur la Question Macedonienne, Paris 1905; E. Engelhardt, La Question Macedonienne, etat actuel, solution, Paris 1906; G. Amadori-Virgilj, La Questione Rumeliota e la
Politica Italiana Macedonia, Vecchia, Serbia, Albania, Epiro, Bitondo 1908, Bd. 1–3; R. Pinon, L' Europe et l' empire ottoman, Paris 1909; P. Rolley und M. de Visme, La Macedoine et l' Epire, Paris 1912.
49. Siehe Le Queux, op. cit., S. 287–8 oder Upward, op. cit., S. 135–6.
50. Ilchev, op. cit., S. 132 und 215.
51. Ibid., S.133 und 215.
52. Upward, op. cit., S.135.
53. Siehe z. B. die Arbeiten von Noel Buxton, Europe and the Turks, London 1907, “Freedom and Servitude in the Balkans”, The Westminster Review, 159 (1903), 481–490, “Diplomatic Dreams and the Future of Macedonia”, The Nineteenth Century and  After,  63 (1908), 722–733 und Charles Buxton, Turkey in Revolution, London 1909.
54. Siehe z. B. seine Untersuchung “The Bulgarians of Macedonia. A Psychological Study”, The Fortnightly Review, 75 (104), 1049–1059, aber v. a. sein Buch Macedonia, its Races and their Future, London 1906.
55. D.  M.  Mason,  Macedonia  and  Great   Britain's  Responsibility,  London  1903.  Die Einnahmen   aus   dem   Verkauf   wurden   an   den   Balkan   Committee   Relief   Fund weitergegeben.
56. Siehe z. B. Macedonian Massacres: Photos from Macedonia, Publikation des Balkankomitees mit Texten von Victoria de Bunsen.
57. B. Sarafoff, The Desperate Outlook in Macedonia, London 1904.
58. A. Schopoff, Les reformes et la protection des chretiens en Turquie 1673–1904, Paris 1904. Vgl. Ilchev, op. cit., S. 220.
59. La Macedoine et sa population chretienne, Paris 1905.
60. Macedonia and the Reforms, London 1908.
61. La question Macedonienne et les reformes en Turkie, Paris 1905.
62. Vgl. Ivo Banac, The National Question in Yugoslavia. Origins, History, Politics, Ithaca ; London 1988, S. 311–3.
63. Periklis Argyropoulos, „O Makedonikos Agon. Apomnimonevmata“ [Der Makedonische Freiheitskampf.     Memoiren],     O     Makedonikos     Agon.     Apomnimonevmata    [Der Makedonische Freiheitskampf. Memoiren], Thessaloniki 1984, S. 6.
64. Thanos  Anagnostopoulos-Palaiologos, „O  Neoklis  Kazazis  kai  oi  alloi  filellines  stin periodo tou Makedonikou Agona“ [Neoklis Kazazis und die anderen Philhellenen in der Zeit  des  Makedonischen  Freiheitskampfes],  O  Makedonikos  Agon.  Symposio [Der Makedonische Freiheitskampf. Symposium], Thessaloniki 1987, S. 259–271. 65. A. Andreadis, Greece and Macedonia”, Contemporary Review, 88 (1905), 376–388.
66. Siehe Petros Papapolyviou, „I Kypros kai o Makedonikos Agonas“ [Zypern und der Makedonische  Freiheitskampf],  O  Makedonikos Agon. Symposio [Der  Makedonische Freiheitskampf. Symposium], Thessaloniki 1987, S. 459–473.
67. Siehe z. B. „O agon mas en Makedonia. Selides apo to imerologion enos syntrofou tou kapetan Verga. O vios ton vounon kai tis pyritidos“ [Unser Kampf in Makedonien. Seiten aus dem Tagebuch eines Gefährten von Kapetan Vergas. Das Leben auf den Bergen und im Pulverrauch], Zeitung Embros, September 1905 passim.
68. Entstanden aus der Vereinigung aller makedonischen Vereine in Athen.
69. Siehe Despoina Jarali & Mary Zangli, To periodiko Ellinismos (1898–1915, 1928–1932): Parousiasi–Vivliografiki     katagrafi     [Die    Zeitschrift         Ellinismos    (1898–1915,    1928–1932):Präsentation und bibliographische Auflistung], Ioannina 1993.
70. Jarali &Zangli, op. cit., S. 32.
71. Siehe z. B. die Untersuchung von  Neoklis Kazazis, To Makedonikon provlima [Das makedonische  Problem],  Athen  1907  und  die  Neuauflage  der  Untersuchung  von Kalostypis, 1900.
72. Gnasios  Makednos  [Stefanos  Dragoumis],  Makedoniki Krisis:  Ta  Komitata  kai  oi dynameis 1901–1903 Makedonische Krise: Die Komitees und die Mächte 1901–1903],
Athen 1903, Makedoniki Krisis 2: Metarrythmiseis, Makedonia kai Ellas  [MakedonischeKrise 2: Reformen, Makedonien und Griechenland], Athen 1903, Makedoniki Krisis 3, 4,5 (1903–1904) [Makedonische Krise 3, 4, 5 (1903-1904)], Athen 1906, Makedoniki Krisis6: I tourkiki diakoinosis kai i diakoinosis ton dyo (1904–1907) [Makedonische Krise 6:Die türkische Note und die Note der Zwei (1904–1907)], Athen 1907.
73. Al.  Maz.  [Alexandros  Mazarakis],  Ai istorikai  peripeteiai  tis  Makedonias  apo  ton archaiotaton     chronon    mechri     simera      [Das     wechselvolle    historische      Schicksal Makedoniens von der Vorzeit bis heute], Athen 1912.
74. Titos Makednos, Kapetan Nakis Litsas, Athen 1906.
75. Siehe z. B. A. Thomaidis, Istoria Pavlou Mela [Die Geschichte von Pavlos Melas], Athen1909.
76. Siehe   G.   Konstas   [höchstwahrscheinlich   Germanos   Karavangelis],   Energeiai   kai dolofonika orgia  tou  voulgarikou  komitatou  en  Makedonia  kai  idia  en  ti  eparchia Kastorias [Handlungen und Gewaltorgien des bulgarischen Komitees in Makedonien und besonders in der Provinz Kastoria], Athen 1902; G. Dimitsas, I katastrofi tou Krousovou:
Thiriodeia Voulgaron kai Othomanon enantion Ellinon [Die Zerstörung von Krusovo:Brutalität von Bulgaren und Osmanen gegenüber Griechen], Athen 1905, sowie auch die Publikation  des  Ökumenischen  Patriarchats  Episima  engrafa  peri  tis  en  Makedonia odyniras katastaseos [Offizielle Dokumente über die traurige  Situation in Makedonien],
Konstantinopel 1906.
77. Siehe  z.   B.   I.   Vlassis,   Peri   ton   Makedonikon  logos   [Über   die   makedonischen Angelegenheiten], Athen 1904, Th. Jerojannis, I Makedonia prodidomeni [Der Verrat an Makedonien], Athen 1904, A. Argyros, I makedoniki mas politiki [Unsere makedonischePolitik], Athen  1906,  I.  Choidas, Istoria  tis  makedonikis ypotheseos [Geschichte dermakedonischen Sache], Athen 1908.
78. G.   Boukouvalas,  I   glossa   ton   en   Makedonia  Voulgarofonon  [Die   Sprache   derBulgarischsprachigen  in  akedonien],  Kairo  1905,  K.  Tsioulkas,  Symvolai eis  tin diglossian  ton Makedonon ek synkriseos tis slavofanous makedonikis glossis pros  tin ellinikin  [Beiträge  zur  Zweisprachigkeit  der  Makedonier  durch  den  Vergleich  der slawisch scheinenden makedonischen Sprache mit dem Griechischen], Athen 1907.
79. Miljukov war Gastprofessor in Sofia gewesen und war der Autor eines russischen Buches über die europäische Diplomatie und die Makedonische Frage (1899).
80. Les cruautes bulgares en Macedoine Orientale et en Thrace, 1912–1913, Athen 1914.
81. Derselbe Bericht wurde 1995 von der Stiftung „Free and Democratic Bulgaria” neu aufgelegt.
82. Rapport sur la situation des Boulgarophones et des Musulmans dans les nouvelles provinces Grecques, Lausanne 1915.
83. Die Berichte wurden von Petar Petrov in dem Band Naucna ekspedicija v Makedonija i pomoravieto 1916 Wissenschaftliche Expedition in Makedonien und dem Moravagebiet 1916], Sofia 1993.
84. Ilchev, op. cit., S. 217. Siehe außerdem Η. Andonovski, „Movement in Switzerland for a Macedonian State”, Macedonian Review, 4 (1974), 254–5.
85. J. Ivanoff, La Region de Cavalla, Bern 1918, G. Strezoff, Les luttes politiques des Bulgares  Macedoniens, Genf 1918, D. Micheff, La verité sur la Macedoine, Bern 1918, A. Ishirkov, La Macedoine et la constitution de l' Exarchat Bulgare, 1830–1897, Lausanne 1918.
86. La Macedoine et la Renaissance Bulgare au XIXe s., Sofia 1918.
87. Quelques mots de reponse aux calomniateurs des Macedoniens, Lausanne 1919.
88. La  Bulgarie  et  la   Question  Macedonienne.  Les  causes  des  guerres   balkaniques,Sofia1919.
89. Reports and Letters from American Missionaries Referring to the Distribution of Nationalities in the Former Provinces of European Turkey 1858–1918, Sofia 1919.
90. We the Macedonians, Bern 1919.
91. Wilkinson, op. cit., S. 229–35.
92. V. Djeric, Ethnographie des Slaves de Macedoine, Paris 1918, Τ. Djordjevic, Macedonia,London 1918, V. Marcovic, La Macedoine a-t-elle été considerée comme pays bulgare par les Serbes du Moyen Age, Paris 1919.
93. La peninsule balkanique; Geographie humaine, Paris 1918.
94. Wilkinson, op. cit., S. 191–5.
95. Stephanos Phokas-Kosmetatos, La Macedoine. Son passe et son present. Etude historique ethnographique et politique de la Macedoine avec considerations sur les pays limitrophes et l'  Helenism, Lausanne 1919, Konstantinos Mazarakis-Ainian, I lysi tou valkanikou zitimatos [Die Lösung der Balkanfrage], Athen 1919.
96. Siehe besonders S. 515–7.
97. E. Kupfer, La Macedoine et les Bulgares, Genf 1917, J. Melchy, Le Martyre d' un petit peuple, Genf 1917, G. Lepide, La Macedoine indivisible devant le future Congress de la Paix, Lausanne 1918, V. Sis, Mazedonien, Zürich 1918, die zuerst 1914 auf Tschechisch veröffentlicht worden war, A. Delvigne, Le Probleme Macedonien, Bern 1919, N. Derjavine  (oder  Derschawin),  Les  rapports   bulgaro-serbes   et  la  Question  Macedonienne (Lausanne 1918), anscheinend eine Übersetzung seiner 1915 in Sofia veröffentlichten Arbeit. Siehe auch vom selben Autor Über Macedonien, Wissenschaftliche und Kritische
Untersuchung,  Leipzig  1918.  Es  ist  bekannt,  dass  die  Studien  dieses  russischen Historikers direkt von der bulgarischen Regierung finanziert wurden, siehe Ilchev, op. cit., S. 227–8.
98. La Macedoine et son evolution contemporaine, Paris 1930, La Macedoine, étude de colonisation contemporaine, Paris 1936. Ancel war im Ersten Weltkrieg nach Makedonien gekommen und verfasste sogar die Studie Les travaux et les jours de l' Armee d' Orient
1915–1918, Paris 1921.
99. L' echange greco-bulgare des minorites ethniques, Paris 1930.
100. Ethnographie von Mazedonien, Leipzig 1924.
101. R. A. Reiss, La question des Comitadjis en Serbie du Sud, Belgrad 1924, J. Schultze,Makedonien. Landschaftsund Kulturbilder, Jena 1927, H. Schacht, Die Entwicklung der Mazedonischen Frage  um die Jahrhundertwende zum Murzsteger Program,  Halle 1929,W. Jacob, Die    Mazedonische    Frage,  Berlin 1931, K. Kratchounov, La politique exterieure de la Bulgarie 1880–1920, Sofia 1932.
102. Storm Centres of the Near East. Personal Memories 1879–1929, London 1933.
103. Quinze ans d' histoire balkanique 1904–1919, Paris 1928, vgl. Ilchev, op. cit., S. 227–8.
104. La Macedoine et les Macedoniens, Paris 1922.
105. Yugoslavian Macedonia, London 1930.
106. A. Goff, A. und H. Fawcett, Macedonia:  A Plea  for the Primitive, London 1921, D.Footman, Balkan Holiday, London 1935.
107. The Tragic Peninsula:  A History of the Macedonian Movement for Independence since 1878, St. Louis 1938.
108. Vastanitski Deistvija [Revolutionäre Tätigkeiten], Sofia 1925 und Osnovi na Vatresnata Revolutsiona Organizatsija [Grundlagen der Inneren Revolutionären Organisation], Sofia 1925.
109. Osvoboditelnite borbi na Makedonija [Befreiungskampf in Makedonien], Sofia 1933. Zu dieser  Produktion  und  allgemeiner  über  die  makedonischen  Intellektuellen  in  der bulgarischen  Literatur  siehe  Sania  Velkov,  „Prosfyges  kai  prosfygikes  mnimes  sti voulgariki ethniki ideologia kai logotechnia (1878–1944)“ [Flüchtlinge und Flüchtlingserinnerungen in  der  bulgarischen Nationalideologie und  Literatur (1878–1944)],  in:  V.Gounaris  &  I.  Michailidis  (Red.),  Prosfyges  sta  Valkania.  Mnimi  kai  ensomatosi [Flüchtlinge auf dem Balkan. Erinnerung und Eingliederung], Athen 2004, S. 329–81.
110. The Exchange of Minorities: Bulgaria, Greece and Turkey, New York 1932.
111. Les états balkaniques, Paris 1930.
112. Peri antallagis  plithysmon kai epoikismou en ti valkaniki kata ta eti 1912–1920 [Über den Bevölkerungsaustausch und die Besiedlung auf dem Balkans in den Jahren  1912–1920],   Konstantinopel    1920,    Statistiki   meleti    peri     ton    fyletikon       metanastefseon Makedonias Thrakis kata tin periodon 1912–1924 [Statistische Untersuchung über die Migrationen in Makedonien und Thrakien in der Zeit 1912–1924], Athen 1925, Syllogi ton  kyrioteron  statistikon  ton  aforoson  tin  antallagi  ton  plithysmon kai  prosfygikin apokatastasin  meta  analyseos  kai  epexigiseos [Sammlung der  wichtigsten Statistiken betreffend den Bevölkerungsaustausch und die Rehabilitation der Flüchtlinge, mit einer Analyse und einer Erklärung], Athen 1929.
113. K. Karavidas, Agrotika: Erevna epi tis oikonomikis kai koinonikis morfologias en Elladi kai  en  tais  geitonikais slavikais  chorais  [Untersuchung  über  die  wirtschaftliche und soziale Morphologie in Griechenland und den benachbarten slawischen Ländern], Athen
1931. M. Mavrogordatos & A. Chamoudopoulos, I Makedonia: Meleti dimografiki kai oikonomiki    [Makedonien:     Demographische      und    wirtschaftliche     Untersuchung], Thessaloniki 1931. S. Gotzamanis, Ypomnimata epi tis exoterikis kai esoterikis politikis, peri meionotiton kai afomoioseos plithysmon [Memoranda zur Außenund Innenpolitik,über Minderheiten und Bevölkerungsassimilation], Athen 1939.
114. Vgl.   Vasilis    K.    Gounaris,    „Vouleftes    kai    Kapetanioi:    Pelateiakes    scheseis    sti mesopolemiki  Makedonia“  [Abgeordnete  und  Hauptmänner:  Klientelbeziehungen  im Makedonien der Zwischenkriegszeit], Ellinika, 41 (1990), 313–335.
115. Siehe die Tagebücher der Corps von Stefanos Mallios und Mitsos Gouras, veröffentlicht von dem Sekretär des Corps, Stefanos Akrivos, in den Heften 5–12 und 8–12. Aus einem Fragment des Tagebuchs von Mallios, das sich in seiner originalen Form im Museum des Makedonischen Freiheitskampfes befindet, kann man entnehmen, dass Stefanos Akrivos
den Text verändert hat.
116. Siehe die Serie in der Zeitschrift Tachydromos tis Voreiou Ellados, 1926–27, unter demTitel „I iroikoteri selis tis Neoteris Ellados. I  istoria tou Makedonikou Agona“ [Die heroische  Seite  des  modernen  Griechenland.  Die  Geschichte  des  Makedonischen Freiheitskampfes],  die  Veröffentlichung  des  Tagebuches  des  Filolaos  Pichion  in  der Zeitung Dytiki Makedonia [Westmakedonien] von Kastoria, 1930, verschiedene Texte vonVardas im Eleftheros Anthropos, 1931, und Erinnerungen von Jannis Karavitis in der Zeitung Kritikos Kosmos [Kretische Welt], Chania, 1940.
117. [Natalia Mela], Pavlos  Melas. Viografia apo  diigiseis, grammata  dika tou kai allon, [Pavlos Melas. Biographie in Form von Erzählungen und Briefen von ihm und anderen],Alexandria 1926.
118. N. Garbolas, Pos i Makedonia paremeinen elliniki: istorikai selides [Wie Makedonien griechisch blieb: historische Blätter], Thessaloniki 1933.
119. A. Metallinou, „Anamniseis tis didaskalikis mou zois“ [Erinnerungen meines Lebens als Lehrerin], Makedoniko Imerologio, 1 (1925), 62–66.
120. A. Chamoudopoulos, Ellinismos kai Neotourkoi: ethniki drasis tou ypodoulou Ellinismou kata  tin  neotourkikin periodon  1908–1912  [Griechentum  und  Jungtürken:  Nationale Aktivität des unterjochten Griechentums während der Zeit der Jungtürken 1908–1912], Thessaloniki 1926.
121. A. Kontoulis, Viografia kapetan Kotta [Biographie des Kapetan Kotta], Florina 1931.
122. I. Vakalopoulos, Pavlos Melas (Viografia) [Pavlos Melas (Biographie)], Athen 1939.
123. K. Paraschos, Ion Dragoumis, Athen 1936.
124. Georgios P. Argyriadis, Georgios Modis o afigitis tou Makedonikou Agona: Makedonikes istories    [Georgios    Modis,    der     Erzähler      des    Makedonischen    Freiheitskampfes: Makedonische Geschichten], Thessaloniki 1991, S.205–209.
125. Bellou-Threpsiadi,  op.  cit.,  S.  14–15.  Vassileios  Laourdas,  „I  Pinelopi  Delta  kai  i Makedonia“ [„Pinelopi Delta  und  Makedonien“], Makedonika Analekta, Thessaloniki
1980, S. 90 und Anm. 33.
126. Bellou-Threpsiadi, op. cit., S. 15.
127. Siehe Vlachos, op. cit., z. B. S. 92–94, 393–395.
128. Bd. 2, S. 55, Anm. 1.
129. Bd. 2, S. 67–74 in einer Anmerkung. Dieselbe Vorschrift veröffentlichte Aspreas als erster  1929  in  der  Megali  Stratiotiki  kai  Naftiki Enkyklopädia [Große  Militär und Marineenzyklopädie] Bd. 4, für die er das Stichwort Makedonikos Agonas“ verfasst hatte (S. 435–440).
130. „Katastatikon  tis  en  Thessaloniki  Etaireias  Makedonikon  Spoudon“  [„Satzung  der Gesellschaft für Makedonische Studien in Thessaloniki“], Makedonika, 1 (1940), 638.
131. P. Argyropoulos, La Question Greco-Bulgare, Cairo 1944. P. Nikolakos, Voulgaroi, oi aimovoroteroi anthropoi,  oi aspondoteroi  echthroi  mas [Bulgaren,  die blutrünstigsten Menschen, unsere unversöhnlichsten Feinde], Alexandria 1944. Komitee von Professoren, I mavri vivlos ton voulgarikon enklimaton eis tin An. Makedonian kai Dyt. Thrakin 1941–
1944    [Das     Schwarzbuch    der     bulgarischen     Verbrechen    in    Ostmakedonien   und Westthrakien 1941–1944], Athen 1945.
132. Siehe z. B. I. Vojatzidis, Ta pros vorran synora tou Ellinismou [Die Nordgrenzen des Griechentums],  Thessaloniki  1946.  S.  Kyriakidis,  Ta  voreia  ethnologika  oria   tou ellinismou [Die ethnologische Nordgrenze des Griechentums], Thessaloniki 1946. Ch. Naltsas, Ta ellinoslavika synora [Die griechisch-slawische Grenze], Thessaloniki 1948. F.Dragoumis,  Prosochi  sti  voreian  Ellada  1945–1948  [Achtung auf  Nordgriechenland 1945–1948], Thessaloniki 1949.
133. Siehe  z.  B.  die  Untersuchung  von  I.  Vojatzidis,  „I  dynamis  tou  Panslavismou,  tou Kommounismou kai tou Imperialismou os pros tin Ellada“ [Die Macht des Panslawismus, des Kommunismus und des Imperialismus auf Griechenland], Makedoniko Imerologio 18 (1948), 33–48.
134. N. Vlachos, I ethnologiki synthesis ton anikonton eis tin Ellada tmimaton tis Makedonias kai  tis  Dytikis  Thrakis  [Die  ethnologische  Zusammensetzung der  zu  Griechenland gehörenden  Teile  Makedoniens  und  Westthrakiens],  Athen  1945.  A.  Papaevgeniou, Voreios Ellas: Meionotites apo statistikis apopseos en schesei me ton plithysmon kai tin ekpaidevsis [Nordgriechenland: Minderheiten vom statistischen Standpunkt in Beziehung zur Bevölkerung und zur Bildung], Thessaloniki 1946. I. Papakyriakopoulos, Voulgaroi kai    Italoi     enklimaties     polemou    en    Makedonia     [Bulgarische      und    italienische Kriegsverbrecher  in  Makedonien], Athen  1946.  E.  Grigoriou, To voulgarikon orgion aimatos    eis    tin    Dytikin   Makedonian    1941–44    [Die    bulgarische     Blutorgie    in Westmakedonien 1941–44], Athen 1947. G. Georgiadou, To mixoglosson en Makedonia idioma kai i  ethnologiki katastasis  ton  omilounton touto Makedonon [Das  gemischte Idiom in Makedonien und die ethnologische Situation der Makedonier, die es sprechen], Edessa 1948. D. Pefanis, Oi Ellines slavofonoi tis Makedonias kai oi Ellinovlachoi [Die slawischsprachigen Griechen und die griechischen Aromunen], Athen 1949. K. Antoniou, Slaviki kai  kommounistiki epivouli  kai  i  antistasis  ton  Makedonon  [Slawische  und kommunistische Machenschaften  und  der  Widerstand  der  Makedonier],  Thessaloniki 1950. A. Kyrou, I synomosia enantion tis Makedonias 1940–1949 [Die Verschwörung gegen    Makedonien   1940–1949],    Athen   1950.    K.    Bramos,    Slavokommounistikai organoseis  en  Makedonia, propaganda  kai  epanastatiki  drasis  [Slawokommunistische
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137. D. Kakkavos, I Makedonia kata tin teleftaian tessarakontaetia kai ta ethnika imon dikaia [Makedonien  während   der   letzten  vierzig  Jahre   und   unsere   nationalen   Rechte], Thessaloniki 1946.
138. A.      Mazarakis-Ainian,       Apomnimonevmata     [Memoiren],      Athen      1948,      ds.,Apomnimonevmata Polemou 1912-13. Drasis  ethelonton Makedonomachon [Memoiren vom  Krieg   1912-13.   Die   Aktivität  der   freiwilligen   Kämpfer  im  Makedonischen Freiheitskampf (Makedonomachoi)], Athen 1941.
139. A. Ch. Chamoudopoulos, Apo to imerologion enos dimosiografou 1908–1948 [Aus dem Tagebuch eines Journalisten 1908–1948], Thessaloniki 1948.
140. Ellinikos Vorras, 22. Mai 1949–25. März 1950.
141. Zu einer detaillierteren Präsentation siehe I. Nedeva und N. Kaytchev, „IMRO groupings in Bulgaria after the Second World War”, James Pettifer (Red.), The New Macedonian Question, Houndmills & New York 1999, S. 167–83.
142. Im Detail siehe Vemund Aarbakke, „Prosfyges kai prosfygikes organoseis sti Voulgaria 1940–1990“ [„Flüchtlinge und Flüchtlingsorganisationen in Bulgarien 1940–1990“], in: V.  Gounaris &  I.  Michailidis (Red.),  Prosfyges  sta  Valkania. Mnimi kai  ensomatosi [Flüchtlinge auf dem Balkan. Erinnerung und Eingliederung], Athen 2004, S. 382–447.
143. Zu diesem Thema siehe die Arbeit von Iakovos Michailidis „Slavomakedones politikoi prosfyges    sti    jugoslawiki    Makedonia“    [„Slawomakedonische    Flüchtlinge    im jugoslawischen Makedonien“], in: V. Gounaris & I. Michailidis (Red.), Prosfyges sta Valkania.   Mnimi  kai   ensomatosi   [Flüchtlinge   auf   dem  Balkan.   Erinnerung   und
Eingliederung], Athen 2004, S. 83–163.
144. Siehe z. B. die ersten Publikationen des Institutes: Turski dokumenti za makedonskata istorija [Türkische Dokumente zur makedonischen Geschiche], Skopje 1951, Izveshtai od 1903–1904 godina na avstriskite pretstavnitsi vo Makedonija 1903–1904 [Berichte desösterreichischen Gesandten in Makedonien, 1903-1904], Skopje 1955, Dokumenti od vienskata  arhiva  za  Makedonija  od  1879–1903  [Dokumente des  Wiener Archivs über Makedonien, 1879-1903], Skopje 1955.
145. Siehe G. Petrov, Spomeni na G. Petrov [G. Petrov’s Memoiren], Skopje 1950.
146. Wayne S. Vucinich, Serbia between East and West. The Events of 1903–1908, Stanford1954. Djoko Slipcevic, The Macedonian Question. The Struggle for Southern Serbia, Chicago 1958. K. Koitseff, Mazedonien geschichtlich, staatspolitisch und völkerrechtlich in Verbindung mit der Entwicklung des bulgarischen Staates bis zum Balkankrieg, Heidelberg 1948.
147. C. Anastasoff, The Case for Autonomous Macedonia, St. Louis 1945. Μakedonicus [Ivan Mihailov], Stalin and the Macedonian Question, St. Louis 1948, ds., Macedonia; a Switzerland of the Balkans, St. Louis 1950 und Macedonia’s Rise for Freedom, Indianapolis 1954.
148. Macedonia, its Place in Balkan Power Politics, London & New York 1950.
149. Siehe L. Dellin, The Bulgarian Communist Party and the Macedonian Question, New York 1955. J. Tomasevich, Peasants, Politics  and Economic Change in Yugoslavia, Stanford 1955.
150. Siehe Dimitrije Djordjevic, “West-European and American Post-war Historiography on Macedonia”, in: The Foreign and Yugoslav Historiography of Macedonia and the Macedonian People, Skopje 1970, S. 147–62.151. R. Kirjazovski (Red.), Egeiska Makedonija v Narodnoosloboditelnata Borba, 1944–1949 [Das Ägais-Makedonien im Volksbefreiungskampf, 1944-1949], Bände 1–6, Skopje 1971–1983.
152. T. Tomoski (Red.), Dokumenti od vienskata arhiva za Makedonija od 1879–1903 [Dokumente des Wiener Archivs über Makedonien, 1879-1903], Skopje 1955. H. Andonov Polianski (Red.), Britanski  dokumenti za istorijata na makedonskiot narod [Britische Dokumente zur Geschichte des makedonischen Volkes], Skopje 1968. A. Lainovic (Red.), Francuski dokumenti za istorijata na makedonskiot narod [Französische Dokumente zur Geschichte des makedonischen Volkes], Skopje 1969. D. Zografski (Red.), Avstriski dokumenti za istorijata na makedonskiot narod [Österreichische Dokumente zur Geschichte des makedonischen Volkes], Skopje 1977. Institut za Nacionalna Istorija, Dokumenti za borbata na Makedonskiot Narod  za samostojnost i za  nacionalna darzava [Dokumente zum Kampf des makedonischen Volkes für Unabhängigkeit und den nationalen  Staat], Skopje 1981.
153. Siehe z. B. L. Kolishevski, Macedonian National Question, Belgrad 1962. K. Miliofski, The Macedonian Question in the National Program of the Communist Party of Yugoslavia: 1919–1937, Skopje 1962.
154. Siehe Patriarch Kiril, Balgarskata Ekzarhija v Odrinsko i Makedonija sled osvoboditelnata  voina 1877–1878 [Die bulgarische Exarchie in Adrianopel und Makedonien nach dem Befreiungskampf 1877-1878], Bd. 1–2, Sofia 1969–1970. Α. Pantev (Red.), Collection  of  Documents  on  the  National-Liberation   Movement  in  Macedonia  and  the Adrianople Region, Sofia 1978. V. Bojinov, „L' instruction bulgare en Macedoine et en Thrace d'Andrinople 1878–1903”, Etudes Historiques, 8 (1978), 255–274.
155. H. Andonov-Poljanski et al. (Red.), Documents on the Struggle of the Macedonian People for Independence and a Nation-State, Skopje 1985, Bd. 1–2.
156. L.  Panajotov  und  I.  Sopov,  Materiali  za  istorijata  na  makedonskoto osvobotitelno dvizenie [Materialien zur Geschichte des makedonischen Befreiungskampfes], Sofia 1983.
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160.     Istoria tis Makedonias (1354–1833) [Geschichte Makedoniens (1354–1833)], Thessaloniki 1969.
161. P.  Gyparis,  O  kathreptis  tou  Makedonikou  Agonos  1903–1909  [Der  Spiegel  des Makedonischen Freiheitskampfes], Athen 1962.
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163. A. Kois, Engrafa ek tou archeiou tou kapetan Valtsa [Dokumente aus dem Archiv des Kapetan Valtsas], Thessaloniki 1961.
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165. V.   Stavropoulos,   O   Makedonikos  Agon.  Apomnimonevmata  [Der   Makedonische Freiheitskampf. Memoiren], Thessaloniki 1961.
166. X. Lefkoparidis (Red.), P. G. Danglis, Anamniseis–engrafa–allilografia. To archeion tou [P. G. Danglis, rinnerungen–Dokumente–Korrespondenz. Sein Archiv], Athen 1965, Bd.1–2.
167. In den Achtzigerjahren erschien auch ein dritter Band.
168. The Greek Struggle in Macedonia, 1897–1913, Thessaloniki 1966.
169. Pavlos  L.  Tsamis,  Makedonikos Agon [Makedonischer Freiheitskampf], Thessaloniki 1975.
170. Konstantinos   A.   Vakalopoulos,  O   Voreios  Ellinismos  kata   tin   proimi   fasi   tou Makedonikou Agona 1878–1894 [Das Nordgriechentum während der frühen Phase des Makedonischen  Freiheitskampfes  1878–1894],  Thessaloniki  1983,  I  Makedonia  stis paramones   tou   Makedonikou  Agona  1894–1904   [Makedonien  am   Vorabend   des Makedonischen  Freiheitskampfes  1894–1904],   Thessaloniki  1986,   O   Makedonikos Agonas 1904–1908. I enopli fasi [Der  Makedonische Freiheitskampf 1904–1908. Die bewaffnete Phase], Thessaloniki 1987, Neotourkoi kai Makedonia 1908–1912 [Jungtürken und Makedonien 1908–1912], Thessaloniki 1988.
171. Th. Vafeiadis, Diati oi Slavoi idrysan to dithen makedoniko kratos ton Skopion: I thesis tou KKE enanti tou dithen Makedonikou Zitimatos [Warum die Slawen den angeblich makedonischen Staat von Skopje gründeten: Der Standpunkt der Kommunistischen Partei Griechenlands gegenüber der angeblichen Makedonischen Frage], Thessaloniki 1965. D.Sanglis,  I  Makedonia  tou  Ägäou  kai  oi  Giougoslavoi  [Ägäis-Makedonien und  die Jugoslawen], Athen 1975.
172. P. Shoup, Communism and the Yugoslav National Question, New York 1968, R. King,Minorities under Communism. Nationalities as a Source of  Tension among Balkan Communist States, Harvard 1973, I. Banac, With Stalin against Tito. Cominformist Splits in Yugoslav Communism, Ithaca & London 1988. S. Fischer-Galati, “The Internal Macedonian Revolutionar Organization: its Significance in ‚Wars of National Liberation’”, East European Quarterly, 6/4 (1973), 454–472. F. Adanir, Die Mazedonische Frage. Ihre Entstehung   und   Entwicklung   bis    1908,   Wiesbaden   1979.    S.   Troebst,    Die   Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation 1923/24, Berlin 1979. L. Sherman, Fire on the Mountain: The Macedonian Revolutionary Movement and the Kidnapping of Miss Stone, Boulder 1980. S. J. Aptiev, Das Deutsche Reich und die Mazedonische Frage 1908–1918,München 1985. D. Perry, „Ivan Garvanov: Architect of Ilinden”, East European Quarterly, 19/4 (1986), 403–416. S. Troebst, Mussolini, Makedonien und die Mächte 1922–1930. Die IMRO in der  Südosteuropapolitik des faschistischen  Italien,  Köln & Wien1987. D. Perry, The Politics of Terror: The Macedonian Revolutionary Movements 1893–1903,  Durcham  1988.  S.  Troebst,  „‚Macedonia  Heroica’:  zum  Makedonienbild  der
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174. Hans  Vermeulen, „Agrotikes synkrouseis  kai  koinoniki diamartyria stin  istoria  enos makedonikou   choriou   1900–1936“   [Bauernkonflikte   und   sozialer   Protest   in   der Geschichte eines makedonischen Dorfes 1900–1936], Stathis Damianakos (Red.), Diadikasies   koinonikou  metaschimatismou  stin  agrotiki   Ellada   [Prozesse   sozialen Wandels im bäuerlichen Griechenland], Athen 1987, S. 221–44. R. M. Yearger, “Refugee Settlement and Village Change to the District of Serres, Greece, 1912–1940”, unveröffentlichte Dissertation, Berkeley 1979.

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